Berlin Zwölf Jahre nach ihrem Riesenerfolg mit „Leonce und Lena“ machen US-Regisseur Robert Wilson und Musiker Herbert Grönemeyer erneut gemeinsame Sache am Berliner Ensemble. Am Mittwoch (22.4.) feiert dort ihr Musiktheaterprojekt des größten deutschen Klassikers Premiere: Goethes „Faust I und II“.

Gleich fünfmal wird der Gelehrte Faust in der Grönemeyer/Wilson-Version auftreten. Das Gretchen wird von drei verschiedenen Schauspielerinnen gespielt. Die Rolle des teuflischen Verführers Mephisto übernimmt Christopher Nell, der in Wilsons „Peter Pan“-Inszenierung die Fee Tinkerbell gespielt hatte.

Das Berliner Ensemble kündigte Wilsons und Grönemeyers „Faust“ als „magischen Goethe-Kontinent“ an. Mit 19 Schauspielern und 8 Live-Musikern begebe sich der Zuschauer auf eine - nicht nur für Goethe-Kenner - aufregende Expedition.

„Ich möchte keinen schweren „Faust““, sagte Wilson im Interview des Berliner Magazins „Tip“ über seine rund viereinhalb Stunden lange Inszenierung. „Oft hat man in Deutschland bei „Faust“ den Eindruck: Die armen Schauspieler bekommen ihre Köpfe wohl nicht aus dem Textbuch raus!“, so der aus Texas stammende Regisseur. „Das Stück als heilige Bibel hochzuhalten, ist so langweilig“, meinte Wilson.

Die Premiere war ursprünglich für den 9. April geplant, wurde dann aber verschoben. Die Bühne habe Umfang und Komplexität des Unternehmens unterschätzt, so Theater-Direktor Claus Peymann. Außerdem seien Proben wegen Erkrankungen ausgefallen.

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