Los Angeles Joel Schumacher hat die Batman-Fans auf seiner Seite. Die Indie-Filmgemeinde schätzt den Hollywood-Außenseiter, aber auch die großen Studios verdanken seinen Blockbuster-Hits Millionengewinne. Der Regisseur, der an diesem Freitag (29. August) 75 Jahre alt wird, passt in keine Hollywood-Schublade. Im vergangenen Jahr schwenkte er sogar vom Film aufs Fernsehen um. Er inszenierte zwei Folgen der beliebten TV-Serie „House of Cards“ mit Kevin Spacey als korruptem Politiker.

Mit „Batman Forever“, „Batman & Robin“ und der Verfilmung der John-Grisham-Bestseller „Die Jury“ und „Der Klient“ war Schumacher in den 1990er Jahren auf Erfolgskurs. Immer wieder packte er auch kontroverse Stoffe an. In „Falling Down“ schickte er Michael Douglas als Amokläufer durch Los Angeles. In dem düsteren Drama „8MM“ tauchte Nicolas Cage als Privatdetektiv in die Unterwelt des Hardcore- Pornogeschäfts ab.

Mit „Twelve“ begab er sich 2010 in das New Yorker Dealer-Milieu aus der Sicht junger Süchtiger. Um Drogen- und Liebesprobleme rebellischer Teenager ging es schon 1985 in „St. Elmo“s Fire - Die Leidenschaft brennt tief“ mit den Stars Emilio Estevez, Rob Lowe und Demi Moore. Der Regisseur bekannte sich damals offen zu seiner früheren Drogen- und Alkoholsucht, die ihn jahrelang aus der Bahn geworfen hatte.

Nach dem Modestudium in New York arbeite Schumacher erst als Kostümbildner. Er stattete die Woody-Allen-Filme „Sleeper“ und „Innenleben“ aus. Als Regisseur holte er 1989 die noch unbekannte Julia Roberts mit Kiefer Sutherland für den Thriller „Flatliners“ vor die Kamera. Auch Colin Farrell war ein Newcomer, als ihn Schumacher in dem Antikriegs-Film „Tigerland“ castete. 2003 drehte er mit dem irischen Star den nervenaufreibenden Psycho-Thriller „Nicht auflegen“, der hauptsächlich in einer Telefonzelle spielte.

Ob Buddy-Komödie („Makellos“ mit Robert De Niro und Philip Seymour Hoffman), Horror („The Number 23“), Polit-Drama („Die Journalistin“) oder opulenter Kostümfilm („Das Phantom der Oper“) - Schumacher hat kein Genre ausgelassen.

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