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Hamburg Schon mal was von Kate Louisa gehört? Man könnte darauf wetten. Zumindest ihre Stimme dürfte Radiohörern und Fernsehzuschauern bekannt sein. Denn Kate ist Sprecherin in Werbespots von Firmen wie Opel, Tchibo, Nivea, O2 oder Euronics, von Produkten wie „Rotkäppchen“, „Cornetto“, „Toffifee“ oder „Sensodyne“. Ihr angenehmes Timbre unterlegt bunte Bilder, die zum Kauf animieren sollen. So funktioniert Werbung: Mit Speck fängt man Mäuse.

Allerdings ist die Hamburgerin auch – oder besser: zuvorderst – eine glänzende Sängerin und Komponistin. Dies beweist sie zurzeit mit ihren neuen Songs, die seit einigen Wochen auf Youtube flimmern. Nach ihrem Stück „Raketen“ erschien am 27. November das neue Video „So viel für mich“, nun folgte „Fühlt sich gut an“, eine EP mit gleichnamiger Single.

Popmusik mit Tiefgang

Kate bezeichnet ihre Lieder als „deutschsprachige Popmusik mit Tiefgang“ und thematisiert Gefühle, die für sie zum Leben dazugehören. Sie sagt: „Wer, so wie ich, einen steinigen Weg hinter sich hat, bis er endlich da angekommen ist, wo er hingewollt hat, weiß viel über Selbstzweifel, Enttäuschung und Rückschläge. Aber eben auch übers Kämpfen und Durchhalten, und über die wichtigste Ressource, mit der fast alles möglich ist: Optimismus.“

Diesen unerschütterlichen Optimismus hat sie in den zurückliegenden Jahren immer wieder benötigt, denn das Musikerinnendasein wurde Kate beileibe nicht in die Wiege gelegt. „Ich bin in einer Familie aufgewachsen, die mit Musik wenig am Hut hatte“, blickt sie zurück. „Meine Eltern waren beide Steuerberater, ein typischer BWL-Haushalt eben, in dem ich mit meiner musischen Ader oftmals nur fragende Blicke erntete.“

Welche Fähigkeiten in ihr schlummern, wurde erstmals auf einem Geburtstag ihres Großvaters deutlich: Spontan und zur Überraschung aller Anwesenden kletterte die dreijährige Kate auf einen Stuhl und gab ihrem Opa ein Ständchen: „Dies war der Moment, in dem ich intuitiv spürte, dass ich Sängerin werden will.“

Live mit Rolf Zuckowski

Ein Ziel, das sie seither nicht mehr aus den Augen verloren hat. Im Alter von zehn Jahren stand Kate Louisa mit Deutschlands bekanntestem Kinderliedermacher Rolf Zuckowski auf der Hamburger Stadtparkbühne und durfte erleben, wie aufregend es ist, öffentlich und vor großem Publikum zu singen. Kate: „Ein tolles Erlebnis, wenn man spürt, dass im Publikum ankommt, was man auf der Bühne fühlt.“

Mit zwölf nahm Kate Klavierunterricht und komponierte ihre ersten eigenen Songs, anfangs noch in Deutsch und Englisch. Ihr großes Vorbild damals: Mariah Carey. Sie nahm klassischen Gesangsunterricht und studierte nach dem Abitur Popmusik.

Im St. Pauli Theater

Im Anschluss daran belegte sie den sogenannten „Popkurs“ an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg und erhielt prompt lu­krative Engagements als Künstlerin. „Am St. Pauli Theater bekam ich eine Hauptrolle als Schauspielerin in Franz Wittenbrinks ,Café Amazonien’. Eine wichtige Station.“

Ihren großen Traum, eigene Songs zu singen und unter eigenem Namen aufzutreten, hat Kate Louisa konsequent weiterverfolgt. Mit einem Lied, das sie zu Hause am Klavier geschrieben und auf Handy aufgenommen hatte, traf sie sich mit einem früheren Schulfreund, dem Produzenten und Bassisten Jo Varain. Sie gründeten eine Band. Die erste Single „Mit dem Rücken zur Wand“ schaffte den Sprung ins Radio, ihre EP „Schwerer Rucksack“ platzierte sich in den Pop-Charts.

Und im Mai 2021 soll sogar ein erstes Album erscheinen. Man darf wirklich gespannt sein, bei dieser Stimme!

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