DELMENHORST DELMENHORST - Hannelore Hoger war schon da, Monika Bleibtreu auch. Jetzt bringt Schauspieler Dietmar Mues nicht nur seine junge Kollegin Sabine Urban mit nach Delmenhorst, sondern auch das Lübecker Salon-Ensemble: Gemeinsam präsentieren sie den „Karneval der Tiere“. Die Aufführung findet am 22. Januar in einer Fabrikhalle statt. Beginn ist um 17 Uhr – weil nachts die Maschinen wieder angeschaltet werden.

Dass nicht nur das Projekt, sondern auch der Ort der Aufführung nicht alltäglich ist, gehört zum Konzept der XXL-Kunst, mit der Delmenhorst gründlich sein Image aufpolieren will. Kunst und Kultur seien längst nicht mehr nur weiche Standortfaktoren, sagt Oberbürgermeister Carsten Schwettmann (CDU) im Gespräch. „Wir haben da schon eine Duftmarke setzen können.“

Wir: das ist die Kommune, unter deren Schirmherrschaft die Organisation abgewickelt wird, die örtliche Wirtschaft, die für die Finanzierung sorgt, und das sind die beteiligten Künstler. Nicht nur die Stadt ist froh, dass kulturelle Höhepunkte angesichts leerer Kassen nicht ausfallen müssen, sondern durch privates Engagement realisiert werden können.

Auch unter den Künstlern wächst das Interesse an solchen Modellen, hat Nils Bartling, Chef des Kunsthauses Delmenhorst, festgestellt. Kunsthaus und Stadtmarketing zeichnen gemeinsam für das XXL-Projekt verantwortlich. Dabei geht es nicht nur um die Facetten einzelner Schauspieler, die sich präsentieren, sondern auch um Musik und Bildende Kunst.

Der Startschuss für die ungewöhnliche Kulturaktion fiel im Sommer 2004 mit einer urbanen Kunstgalerie: An Hauswänden und Straßenkreuzungen, im Park und an Geschäftsgebäuden wurden drei mal vier Meter große Bilder auf wetterfester Plane montiert. Die Idee geht auf das Atelier Public d’Art Plastiques d’Allonnes France zurück. An dem Projekt sind 150 europäische Künstler beteiligt.

Angesichts der Großformate entstand der Begriff XXL-Kunst, der heute aber „nicht für Übergröße, sondern für überregionale Größe“ steht, wie Schwettmann formuliert. Das Projekt soll auch in andere Städte exportiert werden. Der Anfang wird im März in Papenburg gemacht.

Neben dem „Karneval der Tiere“ ist in Delmenhorst am 21. Februar ein Jandl-Festival geplant. Mues lässt sich dabei von hochkarätigen Musikern begleiten. Im März folgt eine Ausstellung übergroßer Stahl-Skulpturen in einer Bank.

Infos: www.xxlkunst.de

Wolfgang Loest Redaktionsleitung / Redaktion Ganderkesee
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.