Frankfurt Am Main Die Beschreibung „Master of Desaster“ mag er mittlerweile nicht mehr. Aber wahrscheinlich wird dieser klangvolle Name auf immer und ewig dem Regisseur Roland Emmerich anhaften, der am 10. November 65 Jahre alt wird. Denn schließlich hat er sich diesen Ruf mit seinen Katastrophenfilmen hart erarbeitet: Er hat das Weiße Haus von Außerirdischen spektakulär in Schutt und Asche legen und die Riesenechse Godzilla in New York wüten lassen. Und an globalen Katastrophen mussten es schon eine gigantische Sintflut und eine neue Eiszeit sein, die innerhalb weniger Stunden einsetzte.

Es sind oft Visionen, die auch vom Ende der Menschheit erzählen. Solche Szenarien lassen sich nur mithilfe einer avancierten Tricktechnik realisieren, die Emmerich wie kein zweiter einzusetzen weiß. Emmerich, in Stuttgart geboren, begann in den späten 70er Jahren ein Studium an der Hochschule für Film und Fernsehen in München. Und schon in seinem Abschlussfilm an der HFF, dem 1983 mit kleinem Budget realisierten „Das Arche Noah Prinzip“, beeindruckten die visuellen Effekte. Es geht um zwei Astronauten auf einer Wetter-Raumstation, die sich gegen die Umfunktionierung für militärische Zwecke zur Wehr setzen. Dieses Debüt zeigt auch Emmerichs Faible für Science Fiction – das im deutschen Autorenfilm jener Jahre so etwas wie ein Genretabu bedeutete.

Durch „Moon 1944“ wurde 1990 dann Hollywood auf den Schwaben aufmerksam. In Hollywood konnte er nach einer schwierigen Anfangsphase mit „Universal Soldier“ (1992) seinen Durchbruch feiern, mit den Actionstars Jean-Claude Van Damme und Dolph Lundgren als übermenschliche Kampfmaschinen. Auch sein „Stargate“ (1994) war ein bescheidener Erfolg. Zu seinem fulminantesten Erfolg wurde aber „Independence Day“ (1996), in dem feindlich gesonnene Aliens nicht nur das Weiße Haus in Washington zerstören, sondern auch das Empire State Building in New York. Der Präsident kann sich gerade mal so retten, fliegt aber, als guter Vietnam-Veteran, den entscheidenden Angriff gegen die Aliens.

Viel seriöser ging es in dem Endzeitthriller „The Day After Tomorrow“ (2004) zu – wahrscheinlich bis heute Emmerichs bester Film. Da sucht ein Klimaforscher, gespielt von einem großartigen Dennis Quaid, in der plötzlich hereingebrochenen Eiszeit seinen in New York festsitzenden Sohn.

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