Oldenburg Strahlende Gesichter – das ist das Markenzeichen einer Oldenburger Band, die seit nunmehr 20 Jahren ein Garant für fetzigen Swing und beherzten Kampf gegen Trübsal ist. Jörn Anders, leidenschaftlicher Jazztrompeter und Lehrer an der Musikschule Oldenburg, nahm 1995 ein gutes Dutzend engagierter Jazzer mit auf einen Weg, der auch heute noch lange nicht beendet ist.

Die Bigband der Musikschule Oldenburg, liebevoll auch „M-Band“ genannt, setzte gleich am Anfang auf besondere Qualität und einen eigenen Sound. Spezielle Arrangements, entweder von Bandmitgliedern geschrieben oder bei befreundeten Musikern in Auftrag gegeben, wurden schnell eine Selbstverständlichkeit, so dass es nicht lange dauerte, bis die Band am eigenen Sound erkennbar war.

Mehrfach gab es in den Lehrjahren der Band Unterstützung von einem der besten deutschen Jazzmusiker: Mit Peter Herbolzheimer, dem absoluten Meister als Bigband-Leiter, gingen die Oldenburger Musiker gelegentlich in Klausur und tankten in den Workshops neue Schubkraft. Der Kontakt war durch Herbolzheimers Sohn Oliver zustande gekommen, der als Mitglied des Oldenburger Jazz-Chores „Jaco de Museo“ mit der Bigband zu tun hatte.

Inzwischen hat sich der Kontakt zwischen der „M-Band“ und der Familie Herbolzheimer weiter intensiviert – Jazzsingerin Lisa Herbolzheimer, Enkelin des großen Bigband-Leiters, tritt am kommenden Wochenende als Solistin auf, wenn die Oldenburger Bigband am Sonnabend und Sonntag gleich zwei Jubiläumskonzerte mit einem Weihnachtsprogramm der ganz besonderen Art gibt.

Geboten werden weihnachtliche „Greatest Hits“ aus der gesamten Band-Geschichte. Darunter nicht nur amerikanische Klassiker wie „Rudolf the Rednosed Rendeer“ oder „Santa Claus is Coming to Town“, sondern auch „Maria durch ein Dornwald ging“ oder „Leise rieselt der Schnee“. Und wenn Bigband gemeinsam mit dem Jazzchor „Jaco de Museo“ sowie Lisa Herbolzheimer und dem weiteren Solisten Udo Nottelmann „Stille Nacht“ musizieren, ist neben schwungvollem Swing auch stimmungsvolle Zartheit garantiert.

Der Erlös der beiden Auftritte ist wie bei allen Weihnachtskonzerten der „M-Band“ seit 2003 ungeschmälert für die NWZ -Weihnachtsaktion vorgesehen – in diesem Jahr für Integrationsprojekte von Kindern und Jugendlichen aus Flüchtlingsfamilien im Oldenburger Land.

Und wenn Philipp Pumplün (41), der 2010 die Leitung der „M-Band“ von Jörn Anders übernahm, den letzten Takt dirigiert hat, werden er und seine Musiker nur kurz durchschnaufen können. Die Fans der Band warten auf neue Auftritte und musikalische Akzente gegen die Trübsal der Welt.

Jürgen Westerhoff Redakteur / Regionalredaktion
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