OLDENBURG Der Briefwechsel zwischen dem Dichter Gottfried Benn und dem Bremer Kaufmann Friedrich Wilhelm Oelze, der schließlich in eine enge Freundschaft mündete, erstreckt sich von 1932 bis 1956. Die Autorin Marlis Thiel (Jahrgang 1950) hat darüber ein Buch geschrieben, genauer einen Roman, der Fakten und Fiktives vereint. Nicht ohne Stolz betonte der Verleger Helmut Donat bei der Präsentation in Bremen-Borgfeld, dass sich Marlis Thiel „weit über den Horizont Bremer Schriftsteller“ erhebe.

Donat, der an diesem Tag auch Geburtstag feierte und in einer Laudatio von Hartwig Struckmeyer als ein sich selbst ausbeutender politischer Mensch bezeichnet wurde, präsentiert in seinem Verlag ein durchweg anspruchsvolles Programm – viele Bücher über das Unrecht im Dritten Reich, über den Völkermord an den Armeniern, Friedensliteratur und auch Bremensien.

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Das Buch von Marlis Thiel mit dem Titel „Der Kaufmann und der Dichter“, das Anfang Mai erscheint, fällt am ehesten unter die letzte Kategorie, denn Thiel schildert darin auch Bremische Geschichte. Sie geht aber auch der Frage nach, was diese beiden Männer, die so ganz unterschiedliche Lebensentwürfe hatten, verband. „Beide haben Widersprüchlichkeiten in ihrer eigenen Person gespürt“, erläuterte Marlis Thiel.

Eine Lesung im klassischen Sinne war die Veranstaltung nicht, eher ein familiäres Treffen von Literaturinteressierten. Aber gelesen wurde auch: Marlis Thiel wählte die Szene aus, in der Oelze 1951 zum ersten Mal nach Bremen kommt, in der sie detailliert seine Gedanken beim Anblick des prachtvollen Kaufmannshauses beschreibt. Die kunstvolle Sprache ihres Romans wurde schon in dieser kurzen Sequenz deutlich. Musikalisch perfekt aufgelockert wurde der Abend, der auf das neue Buch mehr als neugierig machte, von Ron Bremer an der Gitarre.

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