Oldenburg Der Vorhang öffnete sich einen kleinen Spalt. Und schon der erste Blick und das erste Lauschen verdeutlichten: die kommende Spielzeit im Oldenburgischen Staatstheater hält einige Delikatessen für die Besucher bereit.

Moderator und Generalintendant Christian Firmbach präsentierte im Großen Haus des Oldenburgischen Staatstheaters bei der Gala zum Spielzeitbeginn („Vorhang auf“) am Freitag und Sonntag die neuen Gesichter des Ensembles. Zusammen mit den Routiniers bildeten sie einen Querschnitt dessen ab, was das Staatstheater alles zu bieten hat: Konzerte, Opern, Musical, Schauspiel, auch auf niederdeutsch, sowie Ballett.

Zu den „Neuen“ gehörte auch die Südkoreanerin Sooyeon Lee. Die Sopranistin begeisterte mit ihrer Interpretation der Arie „Chacun le sait, chacun le dit“ aus Gaetano Donizettis „La fille du régiment“. Große Beachtung fand ihr gekonntes Spiel mit ihrer Stimme und die Balance zwischen energischem und schwebendem Gesang.

Mit ihrer samtigen Stimmfarbe, denen sie glitzernde hohe Töne hinzufügte, sorgte Martyna Cymerman für Aufsehen. Gekonnt präsentierte sie die Arie der Poppea aus „Agrippina“ von Georg Friedrich Händel.

Einen hervorragenden ersten Eindruck hinterließ auch Emanuel Mendes. Der Tenor mit der volltönigen Stimme verlieh „O figli!“ aus Giuseppe Verdis „Macbeth“ einen künstlerischen Ausdruck.

Besonders bei Georges Bizets „Carmen“ konnte das Oldenburgische Staatsorchester seinen Facettenreichtum und seine Spielfreude zu Gehör bringen. Mal feurig temperamentvoll, mal gesanglich spielten sie die Stücke aus der Oper unter dem neuen Generalmusikdirektor Hendrik Vestmann. Auch die Dirigenten Vito Cristófaro, Carlos Vázquez sowie Thomas Bönisch und Felix Pätzold animierten die Orchestermitglieder zu Höchstleistungen.

Im Finale von Stephen Sondheims „Sweeney Todd“ sangen die Mitglieder des Opernchores und -ensembles im Einklang mit den Solisten. Ein gewaltige Klangfülle war zu spüren.

Musikalische Elemente flossen auch in das Stück „Titanic“ ein. Die acht Schauspieler sangen, tanzten und versprühten Lebensfreude.

Vergnügt lauschten die Zuhörer auch Helge Ihnen und Cay-Hendryk Meyer von der niederdeutschen Bühne in dem Stück „Cash“ von Michael Cooney. Immer wieder sorgte das Duo mit Sprüchen und charmantem Spiel für Heiterkeit.

Einen anderen Charakter hatte das „Pas de deux“ aus dem Ballett „4 Seasons“, von Choreograf Antoine Jully. Expressiv und emotionsgeladen war der Tanz von Nicol Omezzolli und Marco Russo Volpe. Sie kreisten umeinander zur Gänsehaut-Musik des A cappella singenden Opernchores mit Max Regers „Nachtlied“ Op. 138, Nr. 3. Eine gelungene Gala, die nicht ohne Grund restlos ausverkauft war.


Info:   www.staatstheater.de 
Anna Lisa Oehlmann Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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