OLDENBURG „Song Of My Life“ ist – laut Programmheft – ein musikalischer Abend. Das stimmt auch, trotzdem ist diese Uraufführung anders, als man sie im Großen Haus des Oldenburgischen Staatstheaters erwartet.

Vor goldenem Glitzervorhang sitzen sechs Musiker auf der Bühne: „The Axellerators“ um Axel Goldbeck. Zwei Stunden lang spielen sie unglaubliche 24 verschiedene Instrumente vom Akkordeon über Gitarren, Saxophone, Schlagzeug, Violine und Flügel bis zur Singenden Säge. Also ist „Song Of My Life“ ein Konzert? Fast. Wären da nicht die vier Schauspieler, die als Sänger durchs Programm führen.

„Song Of My Life“ ist vor allem ein humorvoller Abend, der augenzwinkernd Musikstücke umarmt, ohne sie perfekt covern zu wollen. Es ist eine Collage aus Lieblingsliedern, die Menschen aus der Region auf Bitte des Staatstheaters eingeschickt haben. Welche Gefühle und Erinnerungen die Einsender damit verbinden, erzählen Sarah Bauerett, Thomas Birklein, Gilbert Mieroph und Klaas Schramm.

Es sind skurrile, komische, liebenswerte und anrührende Geschichten wie diese darunter: Ich hatte Brustkrebs. Als ich nach der Operation aufwachte, hörte ich, wie sie im Radio spielten: „Schön ist es auf der Welt zu sein.“

Die Bandbreite der 25 Lieder ist groß – von „Willst Du Dein Herz mir schenken“ von Johann Sebastian Bach bis hin zum Kinderklassiker „Pokémon“, den Klaas Schramm im lila Plüschkostüm rockt. Gilbert Mieroph interpretiert „Heroes“ von David Bowie exzentrisch-sexy in Lackstiefeln und engen Glitzerklamotten. Thomas Birklein tritt als Freddy Mercury auf. In knallengen Lederhosen und nichts als rotem Tuch um die nackte Brust bietet er mitreißend „Don’t stop me now“. Das Publikum ist entzückt.

Die vier Schauspieler interpretieren jeden Song individuell und steuern ihre Lieblingslieder bei. So zieht Birklein Saxofon spielend durch die vorderen Stuhlreihen mit dem melancholischen Blues „St. James Infirmary“.

Musiker und Arrangeur Axel Goldbeck, der die Show mit Regisseur Jasper Brandis entwickelt hat, bezieht die Zuschauer in seinen Lieblingssong „The Lion sleeps tonight“ mit ein.

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Das Publikum schnippt und singt begeistert „A-weema-weh“. Die nagelneuen roten Plüschsessel vibrieren, die Stimmung ist beschwingt fröhlich. So wie dieser Abend insgesamt.

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