Hamburg Die deutsche Friedhofskultur soll besser geschützt werden. Eine Initiative von Friedhofsverbänden will erreichen, dass die Friedhofskultur in die Unesco-Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen wird. Friedhöfe seien Orte der Erinnerung, Begegnung und kulturellen Vielfalt, sagte Tobias Pehle, Sprecher der Initiative, am Mittwoch in Hamburg. Sie seien Ausdruck der Gartenkultur und bildeten den größten Skulpturenpark Deutschlands. „Es gibt keinen besseren Ort, um über das Leben nachzudenken.“

Offiziell wird der Antrag am Freitag der Hamburger Kulturbehörde übergeben, die den Antrag weiterreichen wird. Die Entscheidung der Unesco wird in zwei Jahren erwartet. Zum immateriellen Kulturerbe zählen unter anderem das Köhlerhandwerk, das Niederdeutsche Theater, der Rheinische Karneval und das deutsche Brot.

Das Besondere an deutschen Friedhöfen sei ihre Einbettung in eine Gartenlandschaft, sagte der Kulturwissenschaftler Norbert Fischer von der Uni Hamburg. Erst im späten 19. Jahrhundert habe sich die Parklandschaft mit dem individuell gestalteten Grab entwickelt. Aus dieser Zeit stammen Friedhöfe wie Hamburg-Ohlsdorf, Bremen-Riensberg oder Kiel-Eichhof.

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