Delmenhorst Das Niederdeutsche Theater Delmenhorst ist immer für eine Überraschung gut. Zum Bühnenjubiläum im Jahr 2018 beschenkte sich das Theater selbst mit „My Fair Lady op Platt“ unter der Regie Philip Lüsebrink. An diesem Samstag (20 Uhr, Kleines Haus) startet die Bühne in die Spielzeit 2019/2020 mit der Uraufführung der Musikrevue „Ein Festival der Liebe“. Lüsebrink hat die schwungvolle Zeitreise in die 1970er Jahre eigens für das Niederdeutsche Theater Delmenhorst geschrieben und führt auch Regie.

„Von Abba, über die Les Humphries Singers bis zu den Hits von Udo Jürgens ist alles dabei“, verspricht Bühnenleiter Dirk Wieting einen schwungvollen und unterhaltsamen Theaterabend, an dem mitgesungen werden darf. Es gibt ein Wiedersehen mit Schlaghosen, Plateauschuhen und Pril-Blumen, mit Samstagabend-Shows wie „Dalli Dalli“ und „Am laufenden Band“, mit Nachrichten und Werbung aus einem bunten und wilden Jahrzehnt.

Mit dem Klassiker „Keen Utkamen mit’t Inkamen“ von Fritz Wempner geht es dann im Januar weiter. Premiere ist am 11. Januar. „Das Stück aus den 50er Jahren ist immer noch aktuell, es geht um schmale Renten und Wohnungsnot“, sagt Wieting.

Das Ehepaar Bodendiek kommt mit seiner schmalen Rente nicht über die Runden und macht aus der Not eine Tugend: Ein Zimmer wird doppelt vermietet, tagsüber an einen Lkw-Fahrer und abends an eine Sekretärin. Das kann nicht lange gut gehen.

Christoph Jacobi führt bei diesem Lustspiel zum ersten Mal Regie in Delmenhorst. Der Schauspieler ist bekannt aus Fernsehserien wie „Großstadtrevier“ und „Tatort“, daneben hat er als Regisseur schon zahlreiche Inszenierungen auf die Bühne gebracht, unter anderem bei der Shakespeare Company und beim Schnürschuhtheater in Bremen.

Eine Erpressung, die ganz anders als geplant verläuft, ist der Stoff für die Komödie „Allens för Mama“ von Stefan Vögel. Das Niederdeutsche Theater Delmenhorst ist die erste Bühne, die die niederdeutsche Fassung von Meike Meiners vom Ohnsorg Theater Hamburg spielt. Drei Brüder entführen aus Rache die Industrielle Konstanze Papenburg, weil sie deren Mutter von heute auf morgen entlassen hat. Doch Konstanze erweist sich als nervtötende, wehrhafte Geisel. Und dann macht auch noch Konstanzes Sohn absolut keine Anstalten, für seine Mutter das Lösegeld zu zahlen. Premiere ist am 21. März. Regie führt Nina Arena.

Die Bremerin spielte am Waldau-Theater und gehört zum Ensemble der Bremer Musical-Company, seit 2004 arbeitet Nina Arena auch als Regisseurin und inszenierte schon an verschiedenen niederdeutschen Bühnen.

Das Niederdeutsche Theater Delmenhorst ist im nächsten Jahr vom 15. bis 17. Mai Gastgeber des Niederdeutschen Theaterfestivals „Neue Niederdeutsche Dramaturgie“, das der Niederdeutsche Bühnenbund Niedersachsen-Bremen 2018 ins Leben gerufen hat.

Auf dem Programm stehen eine Reihe von Ur- und Erstaufführungen neuer Theaterstücke, Komödien, Satire und Musicals. Darunter ist sicher auch die eine oder andere Überraschung, und das passt dann ja wieder zum Delmenhorster Theater.

Lore Timme-Hänsel Redakteurin / Kulturredaktion
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