Los Angeles Nach der Panne bei der Oscar-Verleihung, bei der erst fälschlicherweise „La La Land“ und dann doch „Moonlight“ zum besten Film gekürt wurde, bekam Barry Jenkins (37) auf der Bühne nicht mehr viele Worte heraus. „Sehr deutlich, sogar in meinen Träumen, kann dies nicht wahr sein“, sagte der „Moonlight“-Regisseur. „Aber zur Hölle mit den Träumen! Damit bin ich durch, denn das hier ist wahr! Meine Güte.“ Dem „Hollywood Reporter“ verriet Jenkins nun, welche Rede er halten wollte - wenn es nicht so chaotisch abgelaufen wäre. Der Drehbuchautor Tarell Alvin McCraney und er selbst seien genau wie Chiron, der schwarze Junge aus dem Problemviertel in Miami, von dem „Moonlight“ handelt, beginnt die Rede.

„Wir sind dieser Junge. Und wenn man „Moonlight“ anschaut, denkt man nicht, dass ein Junge mit solch einem Hintergrund ein Kunstwerk produziert, das einen Oscar gewinnt. Ich habe das schon oft gesagt und was ich zugeben muss, ist, dass ich diese Grenzen mir selbst gesetzt habe, ich habe mir den Traum verboten. Nicht irgendjemand anderes - ich. Und deswegen will ich jedem, der zuschaut, der sich in uns sieht, sagen, lasst das ein Symbol sein, eine Selbstbetrachtung, die dazu führt, sich selbst zu lieben. Das nämlich macht den Unterschied aus zwischen dem Träumen und - durch die Gnade der Oscar-Akademie - der Realisierung von Träumen, die man sich nie erlaubt hat.“

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