London Er war Graf Dracula, der finstere Count Dooku in „Star Wars“, der Zauberer Saruman in „Herr der Ringe“: Es gibt wohl kaum einen Kinofan, der Christopher Lee, den dunklen Bösewicht des Films, nicht kennt. Mit rund 280 Auftritten auf der Leinwand und im Fernsehen hat sich der Brite in das kollektive Gedächtnis der populären Kultur eingebrannt. Am vergangenen Sonntag ist Christopher Lee im Alter von 93 Jahren gestorben, wie britische Medien am Donnerstag meldeten.

In seinen Rollen war Lee meist auf der dunklen Seite der Macht, um einmal mit George Lucas zu sprechen. In dessen „Star-Wars“-Saga spielte Lee in der zweiten Episode Count Dooku, auch ein Jedi-Ritter, aber ein böser. Mit ihm legen sich Obi-Wan und Anakin Skywalker an.

Der Lichtschwert-Kampf mit ihm ist ein Höhepunkt der ganzen Saga, und mit grazilen Bewegungen wehrt der um vieles Ältere die Angriffe der jungen Jedis ab. Der aristokratische Habitus, gepaart mit trockenem Charme und einem mitunter fast stechenden Blick, dürfte das Erfolgsrezept des britischen Schauspielers sein.

Dabei war ihm der Erfolg nicht gerade in die Wiege gelegt. Mit seiner Größe von 1,96 Meter tauge er nicht zum Schauspieler, hätten ihm die Produzenten gesagt, erzählte Christopher Lee immer wieder gern. Ende der 40er Jahre landete der 1922 als Sohn eines Offiziers und einer italienischen Gräfin in London geborene Lee dann beim Film. Doch meist kam er in den ersten Jahren seiner Karriere über kleinere Rollen nicht hinaus.

Sein Durchbruch begann, als ihn das britische Studio Hammer Film Ende der 50er Jahre verpflichtete. Hammer machte sich in den 50er und 60er Jahren einen Namen mit den Neuverfilmungen klassischer Horrorstoffe, mit grellbunten Farben und mit für die Zeit ziemlich expliziten Gewaltszenen. 1957 verkörperte Lee in seinem ersten Hammer-Film „Frankensteins Fluch“ das Monster, das sich von seinem Schöpfer emanzipiert.

Den Wissenschaftler selbst spielte Peter Cushing, der auch als Vampirjäger Van Helsing des öfteren Jagd auf Christopher Lee machte.

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