OLDENBURG Freundlich und souverän blickt Philip Catherine in die Runde, als er die Bühne im Oldenburger Kulturzentrum PFL betritt. Mit seiner Gitarre gesellt er sich zu den rund 20 Musikern der „Nordwest Bigband“, setzt sich zwischen Bandgitarrist und die Saxofonisten. Catherine ist an diesem Abend im Abschlusskonzert des Oldenburger Festivals „Jazz en bloc“ der renommierte Solist, was später eindrücklich zu hören, aber eben keineswegs zu sehen ist. So allürenfrei kann es also sein, wenn ein hoch renommierter Jazzmusiker auftritt.

Legenden auf der Bühne

Zu „Jazz en bloc“ passt das bestens. Denn eine der Grundideen des Festivals, das mit diesem Konzert nach sechs Tagen voller Jazzmusik unterschiedlicher Couleur zu Ende ging, ist die Integration internationaler Jazzgrößen in die hiesige Szene. Und einer der Großen ist Jazz-Gitarrist Philip Catherine gewiss. Davon zeugt die lange Reihe von Jazz-Legenden wie Dexter Gordon, Chet Baker oder Charlie Mariano, mit denen Catherine im Laufe eines halben Jahrhunderts auf der Bühne stand, ebenso wie seine beeindruckende Diskographie. Und davon zeugt die grandiose Spielweise des Belgiers. Mit den weit schwingenden, eindringlichen Melodielinien und der sublimen Lyrik bei gleichzeitig behänder Fingerfertigkeit ist Catherines Sound unverwechselbar und charismatisch.

Passend zu seiner letzten CD-Veröffentlichung sind im PFL nicht nur Eigenkompositionen zu hören, sondern auch die Musik Cole Porters. Dass diese eigens vom charmant moderierenden Bigband-Leiter Malte Schiller für die Oldenburger Besetzung arrangiert wurde, passt ebenso zu „Jazz en bloc“. Denn, so Mit-Organisator Gerhard Böhm, „jedes Projekt von ‚Jazz en bloc’ ist speziell für das Festival konzipiert“.

Viel Applaus

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Mit den professionellen Musikern der „Nordwest Bigband“ hat der Meistergitarrist dabei adäquate Spielpartner. Ihr wunderbar wandlungsfähiger Bigband-Sound umschmiegt die Gitarrenklänge, für ihre zahlreichen erstklassigen Soli holen sich auch die Bandmusiker beim Publikum jede Menge Applaus ab.

Dabei kann sich die Resonanz des diesjährigen Festivals sehen lassen. Zwar war, erzählt Böhm, „nicht jede Veranstaltung ausverkauft, aber insgesamt sind wir zufrieden“. Beim Abschlusskonzert im PFL gab es schließlich kaum noch freie Plätze, dafür am Ende reichlich Ovationen für Philip Catherine und die „Nordwest Bigband“.

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