Bremen Die Bremer Spielbank will zwei Gemälde von Paula Modersohn-Becker verkaufen, um ihre Kasse aufzubessern. Sie gehört zu 51 Prozent zum Betreiber Westspiel, der zwei millionenschwere Bilder von Andy Warhol aus Nordrhein-Westfalen zur Sanierung des Unternehmens versteigern lassen will. Die Modersohn-Becker-Bilder befinden sich seit Ende der 80er Jahre als Dauerleihgabe im gleichnamigen Bremer Museum. „Die Werke sollen in Bremen bleiben“, sagte Westspiel-Sprecher Christof Schramm. Gespräche dazu liefen bereits seit Längerem.

Die beiden Gemälde „Häuser, Birken und Mond“ und „Anbetung“ aus dem Jahr 1902 könnten nach Schätzungen mehrere Hunderttausend Euro einbringen. Im Paula Modersohn-Becker-Museum hängen sie derzeit nicht in der Ausstellung, sind für das Werk der als Wegbereiterin der Moderne geltenden Malerin (1876–1907) jedoch von Bedeutung. Die wissenschaftliche Leiterin Verena Borgmann und ihr Team wissen schon seit einigen Monaten von dem geplanten Verkauf. „Wir haben keine Angst, die Bilder zu verlieren“, sagte sie. „Wir sind daran, eine Lösung zu finden.“

Zu einem möglichen Käufer wollte sich Borgmann nicht äußern. Auch Bremen, das über die Landesbank zu 49 Prozent an der Spielbank beteiligt ist, hält sich zu den Verhandlungen bedeckt.

Die geplante Versteigerung zweier Bilder von Andy Warhol aus dem Besitz von Westspiel hatte für heftige Proteste in der Kunstwelt gesorgt. Die Werke werden in der kommenden Woche bei Christie’s in New York angeboten.

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