London Die private Kunstsammlung eines der größten Rockmusiker des 20. Jahrhunderts steht ab Donnerstag (19.00 Uhr) in London beim Auktionshaus Sotheby’s zum Verkauf. Gut 350 von David Bowie gesammelte Werke mit einem Schätzwert von rund 15 Millionen Euro sollen bis Freitagnachmittag in drei Versteigerungen den Besitzer wechseln. Der Erlös der vom David-Bowie-Nachlass initiierten Auktion soll der Familie des im Januar mit 69 Jahren gestorbenen Sängers („Space Oddity“, „Heroes“, „Let“s Dance“) zugute kommen.

„Der Motor für David Bowies Kunstsammlung, die er mit Leidenschaft zusammengetragen hat, war sein persönliches Interesse“, heißt es von den Nachlassverwaltern. „Zwar hat seine Familie bestimmte Stücke von besonderer persönlicher Bedeutung behalten. Jedoch ist es jetzt an der Zeit, anderen die Möglichkeit zu geben, die Kunst und Objekte zu wertschätzen und zu erwerben, die er so bewunderte.“

Die vorangegangene Ausstellung „Bowie/Collector“ in London, Los Angeles, New York und Hongkong zog Zehntausende Besucher an. Die Kunstschau präsentierte den Popstar erstmals in aller Öffentlichkeit als enthusiastischen und vielseitig interessierten Sammler. Auch bei der Auktion wird mit einer regen Beteiligung von Bietern, Galerien, Museen sowie Fans des berühmten Musikers gerechnet.

Zunächst wird am Donnerstag in einer Abendauktion moderne und zeitgenössische Kunst versteigert. Teil zwei dieses Bieterwettbewerbs folgt am Freitagmorgen, am Nachmittag geht die Sotheby“s-Auktion mit italienischen Design-Objekten zu Ende.

Einige der wichtigsten Werke der Bowie-Kollektion stammen vom 1931 in Berlin geborenen Briten Frank Auerbach und vom Amerikaner Jean-Michel Basquiat (1960-1988). Dessen Gemälde „Air Power“ ist mit einem Mindestpreis von rund drei Millionen Euro auch das teuerste Angebot. Es wird aber daneben auch erschwinglichere Kunst für drei- oder vierstellige Beträge versteigert.

Für ihn sei Kunst „immer eine unentbehrliche Nahrung“ gewesen, sagte Bowie 1998. Britische Werke des 20. Jahrhunderts von Auerbach, Henry Moore, Graham Sutherland und Damien Hirst bilden einen Schwerpunkt. Die Privatsammlung biete „einen einzigartigen Einblick in die persönliche Welt eines der großartigsten kreativen Köpfe des 20. Jahrhunderts“, sagte Sotheby“s-Fachmann Oliver Barker. Bowie habe „Ausschau gehalten nach Künstlern, mit denen er sich verbunden fühlte, und nach Werken, die ihn motivierten und inspirierten“, ergänzte der Londoner Experte für britische Kunst, Simon Hucker.

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