Oldenburg /Bremen Ein Motto kann nützlich sein. Sagen die einen Festival-Veranstalter. Kein Motto zu haben, schadet auch nicht. Sagen die anderen. Was zählt, ist die Qualität. Gleich fünf Musikfestivals treten im Nordwesten auf den Plan, bieten von Juni bis Oktober rund 150 Konzerte an. Dahinter stecken mehr als 260 unterschiedliche Programme. Die Hochrechnungen laufen auf 66 000 Besucher hinaus.

Musik von Juni bis Oktober

Die fünf Festivals im Überblick:


 Oldenburger Promenade: 11./12. Juni


 Musikalischer Sommer in Ostfriesland: 24. Juni bis 17. Juli


 Gezeitenkonzerte: 24. Juni bis 14. August


 Musikfest Bremen: 20. August bis 10. September


 Niedersächsische Musiktage: 3. September bis 2. Oktober

    www.oldenburger-promenade.de

    www.musikalischersommer.com

    www.ostfriesischelandschaft.de/gezeitenkonze.de

    www.musikfest-bremen.de

    www.musiktage.de

Mit dem Motto „Reich mir die Hand...“ lockt der 32. „Musikalische Sommer in Ostfriesland“ zwischen dem 24. Juni und 17. Juli. Ebenfalls am 24. Juni beginnen die 5. „Gezeitenkonzerte“ der Ostfriesischen Landschaft, die dem Publikum bis zum 14. August einen „Sommernachtstraum“ versprechen.

Auf „Leidenschaft“ setzen zwischen 3. September und 2. Oktober die 30. „Niedersächsischen Musiktage“. Ohne zusätzliche Ausschmückungen kommen die 20. „Oldenburger Promenade“ (11./12. Juni) und das 27. „Musikfest Bremen“ (20. August bis 10. September) aus.

Auf Nebenpfaden

Alle Veranstalter müssen ihre Finanziers mit Besucherzahlen beeindrucken. Doch abseits der Komponisten-Hauptstraße führen bei den Musikreihen Nebenpfade auch zu Außenseitern: zu Fanny Hensel in Völlen, zu Claude-Paul Taffanel in Oldenburg oder zu neapolitanischer Festmusik in Langförden.

Noch nicht entspannt, aber doch gelassener geht es im Wettbewerb der nach dissonanter Trennung konkurrierenden ostfriesischen Festivals zu. Die alteingesessene Veranstalterfamilie König versucht durchaus erfolgreich, in ihrem „Musiksommer“ den geschätzten familiären Charakter zu wahren. Gegen die großen Namen der „Gezeitenkonzerte“ stellt aber auch sie Stars heraus. So bringt sie etwa zum Eröffnungskonzert den Pianisten Martin Stadtfeld nach Aurich.

Bei den „Gezeitenkonzerten“ hat der künstlerische Leiter Matthias Kirschnereit gute Drähte zu renommierten Kollegen. So tritt Alban Gerhart (Cello) auf Gut Horn in Gristede am Zwischenahner Meer auf. Daniel Hope (Violine) kommt nach Aurich, das Kuss-Quartett nach Horsten, Nils Mönkemeyer (Viola) nach Remels.

Kompakter als bisher hat Elena Nogaeva ihre 20. Promenade zwischen Oldenburger Schloss und Lambertikirche konzipiert. Das einst rein klassische Musikprogramm hat die Pianistin instinktsicher aufgelockert. Diesmal bietet sie insgesamt zwölf Promenaden mit jeweils zwei oder drei 45-minütigen Konzerten an: rein klassisch, mit Jazz, für jüngere Hörer.

Zwar machen in Ostfriesland Programme für „Gipfelstürmer“ Furore, doch die höchsten Höhen in der Festival-Tour erklimmt das Musikfest Bremen. Weit reichen Blicke und Wege ins Umland, bis Emden, Jever, oder Ganderkesee. Oldenburg erlebt am 21. August im Großen Haus Bellinis „I Capuleti e i Montecchi“ konzertant mit Vivica Genaux als Romeo und Valentina Farcas als Giulietta. „Oldenburg ist schon lange ein Fixpunkt in unseren Planungen“, sagt Musikfest-Intendant Thomas Albert.

Aufstrebende Stars

Albert verbindet sein Faible für französische Ensembles stets mit handfesten Griffen nach bewährten und aufstrebenden Stars. Da garantieren Rolando Villazón oder Magdalena Kozena ein Sängerfest. Daniil Trifonov oder Gabriela Montero bürgen für pianistische Weltklasse. Dazu kommen große Orchesterkonzerte.

Noch nicht veröffentlicht sind die Programme der Niedersächsischen Musiktage. Der Schwerpunkt wird im Süden liegen. In den Norden führen nur Abstecher.

Vor Jahren hegte Pianist Kirschnereit insgeheim Zweifel, „ob hier abseits der Metropolen alle Leute die Schätze erkennen, die ihnen angeboten werden“. Die Bedenken sind zerstoben. „Das ist ein ausgesprochen entdeckungsfreudiges Publikum!“, hat er erfahren.

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