Düsseldorf Die Kunstsammlung der WestLB-Nachfolgerin Portigon wird von Kunstexperten unter die Lupe genommen. Die nordrhein-westfälische Kulturministerin Ute Schäfer (SPD) hat den NRW-Sachverständigenausschuss zur Prüfung national wertvollen Kulturguts einberufen. Kaum jemals zuvor musste dieses unter Ausschluss der Öffentlichkeit tagende Gremium eine so große Sammlung begutachten.

Bis zum Ende des von Schäfer eingeleiteten Verfahrens gilt eine Ausfuhrsperre für alle 400 Werke der ehemaligen WestLB-Kollektion. Sie umfasst Arbeiten von August Macke und Pablo Picasso, Zum Ausschuss gehören der ehemalige Kunstsammlungsdirektor Armin Zweite, der Ex-Leiter des Wallraf-Richartz-Museums, Rainer Budde, die Bonner Kunsthistorikerin Anne-Marie Bonnet, der Kunstsammler Heiner Wemhöner und der Galerist Hans Strelow.

Nach einer ersten Einschätzung seien „eine Reihe der Werke für die Museumslandschaft in Nordrhein-Westfalen von großer Bedeutung“, so Ministerin Schäfer. Auch drei millionenteure Musikinstrumente aus dem Besitz der WestLB-Nachfolgerin sollen zu national wertvollem Kulturgut erklärt werden.

Die landeseigene WestLB-Nachfolgerin Portigon hatte angekündigt, die Sammlung im Zuge der von der EU angeordneten Abwicklung zu verkaufen und damit Proteste von Museen und Kulturinstitutionen ausgelöst. Die rot-grüne Landesregierung hatte schließlich eine Kehrtwende vollzogen. Nun will man die Kunstwerke für Nordrhein-Westfalen sichern.

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