Nach vorn sehen

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Er war der einzige Kandidat und wurde mit großer Mehrheit wiedergewählt: Bernd Althusmann bleibt der Landesvorsitzende der Niedersachsen-CDU. Die Quote von 83 Prozent Zustimmung verrät, dass einige Delegierte dem Parteichef einen kleinen Dämpfer verpassen wollten. Sie lasten Althusmann die Stockfehler im Wahlkampf an, die dazu führten, dass die CDU zwar mitregiert, aber nicht den Ministerpräsidenten stellt.

Es hätte für den CDU-Politiker bei der Wahl auf dem Landesparteitag schlimmer kommen können. Das Wahlergebnis sollte ein kleiner Denkzettel sein, Althusmann wird ihn verstehen. Und jetzt heißt es für die CDU, nach vorn zu schauen. Die nächste Landtagswahl will sorgfältig vorbereitet sein, und Althusmann ist unangefochten die Nummer eins der Christdemokraten. Er wird mit großer Wahrscheinlichkeit der nächste Herausforderer der CDU für die Landtagswahl 2022 sein und möglicherweise noch einmal Stephan Weil (SPD) herausfordern. Die Fehler von 2017 – mit einer Überläuferin eine Regierungskrise herbeizuführen, die zugleich den langfristig auf Althusmann ausgelegten Wahlkampf auf wenige Wochen verkürzt – wird der Parteichef zu vermeiden wissen. Und der jetzige Wirtschaftsminister hat sich einen guten Start erarbeitet und Anerkennung gefunden. An Zustimmung hat er gewonnen, an seinem Image gearbeitet. Freilich weiß er auch, dass er in Sachen Digitalisierung liefern muss. Das Land hat ein erhebliches Problem mit der digitalen Infrastruktur. An seinen Versprechen auf schnelles Netz auch in entlegenen Teilen des Landes wird er sich messen lassen müssen. Aber er wohnt ja selbst in einem Landstrich, in dem es mobil nur unzureichend „funkt“.

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