Hohn und Spott sind längst Resignation und Verzweiflung gewichen. Das Chaos beim Bau des Berliner Hauptstadtflughafens nimmt kein Ende. Niemand würde mehr auf die Einhaltung eines Eröffnungstermins wetten. Nicht einmal das Scheitern des Milliardenprojektes scheint ausgeschlossen zu sein. Immer wieder wird über Abriss und Neubau spekuliert. Der wirtschaftliche Schaden ist bereits gewaltig. Das Milliardengrab BER ist immer tiefer geworden.

Vor zwei Jahrzehnten berichtete die „Tagesschau“ darüber, dass dem Bau des Flughafens Berlin Brandenburg nichts mehr im Wege stehe. Vor acht Jahren hätten dort in Schönefeld die ersten Maschinen starten sollen. Ein Irrtum wie sich heute zeigt. Ob der Betrieb im kommenden Jahr wirklich aufgenommen werden kann, steht wieder in den Sternen.

Nicht nur für Berlin und Brandenburg, sondern auch für den Bund als Anteilseigner ist dieses Desaster hochnotpeinlich. Bis heute werden hier Verantwortlichkeiten für diesen gewaltigen Bauskandal hin und her geschoben. Der BER ist längst zu einem traurigen Symbol für die gewaltigen Probleme des Wirtschaftsstandortes Deutschland geworden. Eine der stärksten Wirtschaftsnationen der Welt scheitert, wenn es darum geht, für die dringend notwendige Infrastruktur zu sorgen. Längst hätte das Kanzleramt hier übernehmen müssen. Beim BER geht es inzwischen um weitaus mehr als nur um das Versagen beim Bau eines Großflughafens.


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Andreas Herholz Korrespondentenbüro Berlin
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