Hamburg /Peking Wegen des vor allem in Teilen Chinas grassierenden neuen Coronavirus steht der Olympia-Test der alpinen Skirennfahrer unmittelbar vor der Absage. Gut zweieinhalb Wochen vor den nahe Peking geplanten Speed-Rennen sprechen sich die meisten Teams und auch Vertreter des Weltverbandes FIS deutlich gegen die aktuell geplanten Wettkämpfe auf den Olympia-Strecken von 2022 in Yanqing aus.

Ungeachtet der Entscheidung scheint bereits jetzt sicher zu sein, dass kein deutsches Team nach China reisen wird. Der Deutsche Skiverband (DSV) lässt es seinen Athleten nämlich offen, ob sie den Trip antreten wollen. Das berichtete Alpinchef Wolfgang Maier. Er werde niemanden zwingen. „In 100 Jahren übernehme ich dafür keine Verantwortung“, betonte er angesichts der Situation.

Eine große Sorge in der Ski-Szene war, dass während der Wettkämpfe eine Situation eintreten könnte, in der die Teams nicht mehr aus dem Land reisen dürfen. Um die Verbreitung des Virus einzudämmen, hat China nämlich Teile des Landes praktisch unter Quarantäne gesetzt. Die Olympia-Strecken in Yanqing liegen mehr als 1000 Kilometer nördlich der Millionenstadt Wuhan, in der das aus dem Tierreich stammende Virus erstmals auf Menschen übergesprungen sein soll. Allerdings ist der Erreger inzwischen in fast jeder Provinz oder Region des Landes aufgetaucht. China selbst sagte bereits die nationalen Winterspiele in der Inneren Mongolei ab – und dieses Gebiet ist von Wuhan noch wesentlich weiter entfernt als Yanqing in der Nähe von Peking

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Vor den Wintersport-Veranstaltungen wurden in China bereits andere Sportereignisse abgesagt, darunter Olympia-Qualifikationsturniere der Fußballerinnen und Basketballerinnen sowie die Radrundfahrt Tour of Hainan. Auch geplante Hockey-Länderspiele der Frauen zwischen China und Belgien wurden abgesagt. Die Spiele hätten am 8. und 9. Februar in Changzhou, gut 700 Kilometer entfernt vom Ausbruchsort Wuhan, ausgetragen werden sollen.

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