LONDON Erfolgreicher Mittwoch: Doppel-Silber im Zeitfahren, Silber im Judo und Bronze im Wildwasser-Kajak.

Die 36-jährige Leipzigerin Judith Arndt holte bei ihrer fünften und letzten Olympia-Teilnahme im Zeitfahren über 29 Kilometer das erste Edelmetall für die deutschen Radsportler. „Ich bin super happy“, meinte die Silber-Gewinnerin sichtlich geschafft von den Strapazen: „Es war super anstrengend, aber das war ja so gewollt. Mir war danach total schwindelig.“

Im königlichen Hampton Court Palace außerhalb Londons führte kein Weg vorbei an der Amerikanerin Kristin Armstrong. Die Goldmedaillengewinnerin von Peking war im Ziel 15 Sekunden schneller als Arndt.

Zeitfahr-Weltmeister Tony Martin, seit dem Bruch des Kahnbeins in der linken Hand stark beeinträchtigt, holte sich in seiner Spezialdisziplin sensationell ebenfalls die Silbermedaille. Der 27-jährige Wahlschweizer musste sich nur dem überragenden britischen Tour-de-France-Gewinner Bradley Wiggins beugen, der am Ende rund 40 Sekunden Vorsprung hatte.

„Ich bin jetzt noch ganz sprachlos. Nach den ganzen Verletzungen in dieser Saison ist dies eine grandiose Vorstellung gewesen“, sagte DOSB-Präsident Thomas Bach begeistert.

Kajak-Fahrer Hannes Aigner (23) fuhr im Finale in Lee Valley White Water Centre die drittschnellste Zeit im Wildwasserkanal. „Ich freue mich total. Ich bin super zufrieden mit der Bronzemedaille. Es war zwar sehr knapp zum zweiten Platz, aber das ist egal. Der dritte Platz ist super“, befand der Sportsoldat und BWL-Student.

Den Wettkampf ihres Lebens lieferte Judoka Kerstin Thiele (25) in der Gewichtsklasse bis 70 Kilogramm ab – und sicherte sich völlig überraschend Edelmetall. Im Finale war die Mattenkämpferin aus Leipzig gegen die französische Top-Favoritin und Weltmeisterin Lucie Decosse allerdings chancenlos.

„Sensationell, dass sie bis ins Finale vorgestoßen ist. Das ist ein riesengroßer Erfolg“, sagte Michael Vesper, der deutsche Chef de Mission ungeachtet des einseitigen Endkampfs. Für die Deutsche war nach vielen Rückschlägen (Verletzungen am Knie und am Daumen) Silber buchstäblich Gold wert. „Bei ihr ist so viel schiefgelaufen in den vergangenen Jahren“, meinte Frauen-Bundestrainer Michael Bazynski, der sich für seinen Schützling unglaublich freute.

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