SCHWERIN Mit WM-Kämpfen von Jürgen Brähmer und Susi Kentikian wollte der Universum-Boxstall kurz vor Ende des auslaufenden Fernsehvertrages noch einmal Werbung in eigener Sache machen – doch es wurde ein Desaster. Zwar behielt Kentikian ihre drei Weltmeistertitel, Brähmer jedoch trat erst gar nicht an. Kentikians Titelverteidigung gegen die Herausforderin Arely Mucino verlief zudem kürzer als erwartet.

Die 22-Jährige verteidigte am Sonnabendabend vor 3500 Zuschauern, die sich trotz der Absage des Lokalmatadoren Brähmers (Rückenprobleme) noch in der Schweriner Sport- und Kongresshalle eingefunden hatten, ihre Titel der Verbände WBA, WIBF und WBO – jedoch auf eine völlig unbefriedigende Art und Weise.

„Technisches Unentschieden“ lautete das Urteil, nachdem Kentikian nach 27 Sekunden in der dritten Runde mit einer stark blutenden Kopfwunde aus dem Kampf genommen werden musste. „Das ging alles rasend schnell. Plötzlich habe ich gemerkt, dass da was volle Pulle herausfloss“, meinte Kentikian. Der Ringrichter musste das Duell wegen Verteidigungsunfähigkeit der Weltmeisterin vorzeitig abbrechen. Die Wunde wurde anschließend mit drei Stichen genäht.

„Wir müssen uns beim Schweriner Publikum entschuldigen“, gestand Vizepräsident Dietmar Poszwa vom Universum-Boxstall nach dem verkorksten Abend ein. Dies hatte Kentikian bereits direkt nach dem Kampfabend per Mikrofon in der noch gefüllten Halle getan.

Unentschieden tritt ein, wenn der Kampf vor Beginn der 5. Runde vom Ringrichter aus jeglichem Grund – außer einem K.o., einem technischen K.o. oder einer Disqualifizierung – beendet wird. Kentikian hatte durch einen Kopfstoß eine offene Wunde am Kopf erlitten.

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