London /Berlin Wiedersehen in Wales? Nach der Ringschlacht von Wembley zwischen Wladimir Klitschko und Anthony Joshua scheint eine Neuauflage wahrscheinlich – und damit der Rücktritt des geschlagenen Ukrainers vorerst vom Tisch.

„Wahrscheinlich will Klitschko einen Rückkampf“, sagte Joshuas Promoter Eddie Hearn und wurde konkret. Als Ort brachte der Manager das Millennium Stadion in Cardiff (Wales) ins Gespräch. Nach Deutschland würde sein Boxer nicht gehen. Vor Oktober komme ein zweites Duell aber nicht infrage, meinte Hearn.

Das Klitschko-Lager reagierte zurückhaltend. „Solange Wladimir keine Entscheidung getroffen hat, reden wir nicht über Austragungsorte“, sagte Manager Bernd Bönte am Sonntag: „Ein Rückkampf würde aber aus finanziellen Gründen eher nicht in Deutschland stattfinden.“ In Großbritannien seien im Ticketing höhere Erlöse zu erzielen.

Klitschko, der vor 90 000 Zuschauern dreimal zu Boden gegangen war und durch Technischen K.o. in der elften Runde verlor, hat seine Zukunft offen gelassen. „Ich werde jetzt dazu keine Aussage machen“, sagte der 41-Jährige nach dem Fight. Der Ex-Weltmeister hatte sich eine Option zusichern lassen, die ihm einen Rückkampf garantiert: „Ich nehme mir die Zeit, in Ruhe zu entscheiden.“

Auch Joshua stimmte einem zweiten Duell zu, wenn auch etwas zögerlich. Der 27-Jährige sicherte sich nach einer sensationellen Vorstellung die Titel der IBF und IBO, ist Super-Champion der WBA und nun der unumstrittene Superstar im Schwergewicht.

Die TV-Resonanz in Deutschland war gut. 9,59 Millionen Zuschauer sahen den Fight im Schnitt bei RTL – in der Spitze sahen nach Angaben von RTL sogar 10,43 Millionen Zuschauer das dramatische Duell.

In der Tat boten beide Boxer einen Fight für die Geschichtsbücher. Joshua beeindruckte mit seiner Kraft und Schnelligkeit, Klitschko zeigte phasenweise ungeahnte Angriffsfreude und bewies große Nehmerqualitäten.

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