Jever Jever hat einen neuen Bezirksschornsteinfeger: Michael Schröder löst Alfred Lücken ab, der nach 32 Jahren als Bezirksschornsteinfegermeister in den Ruhestand gegangen ist. Schröder hatte sich auf die Kehrbezirks-Ausschreibung des Landkreises Friesland beworben.

Der 44-Jährige ist wie sein Vorgänger Ostfriese und wohnt in Rechtsupweg. Er arbeitet seit 25 Jahren als Schornsteinfeger. Als Bevollmächtigter Bezirksschornsteinfeger begann er 2015 im Kehrbezirk Ihlow. Seit 1. August hat er die „hoheitlichen Tätigkeiten“, also die Führung des so genannten Kehrbuchs, Bau- und Heizungsabnahmen sowie die Feuerstättenschau im Bezirk Jever-Süd übernommen.

Schröder ist nach dem Ausscheiden von Alfred Lücken für ca. 3000 Liegenschaften in seinem Bezirk verantwortlich. Noch wohnt er in Rechtsupweg, doch irgendwann will er nach Jever umziehen. Für die Übergangszeit hat er in Jever an der Zerbster Straße 4 ein Büro und „de swart Bud“ – die Reinigungs- und Umkleidekabine für seinen Gesellen – eingerichtet.

Zwar habe sich in den vergangenen Jahren mit vielen Gesetzen und Erlassen im Bereich des Schornsteinfegerwesens sehr viel Bürokratie entwickelt, aber der Kontakt zu den Kunden gestalte den Beruf attraktiv und abwechslungsreich, sagt Schröder. Den Kontakt will der neue Bezirksschornsteinfeger pflegen. Er hat Andreas Lücken, den Sohn seines Vorgängers, als Nachfolger des allseits bekannten und beliebten Originals Enno Oeltermann eingestellt, der ebenfalls in Ruhestand gegangen ist.

In jedem Fall bleibt der Bezirksschornsteinfeger ausschließlich zuständig für Bauabnahmen, die Kehrbuchführung und natürlich die Betriebs- und Brandsicherheitskontrolle (Feuerstättenschau). Eigentümer von Grundstücken und Räumen sind verpflichtet, fristgerecht die Reinigung und Überprüfung von Anlagen zu veranlassen.

Das Heizen hat sich insgesamt verändert, berichtet Schröder: „Früher kam der Schornsteinfeger regelmäßig ins Haus, ich habe anfangs noch überwiegend vierteljährlich gekehrt. Heute gibt es Neubauten mit modernen Gas- und Ölheizungen, die nur noch alle zwei bis drei Jahre überprüft werden müssen“, berichtet er.

Bei Holzöfen, deren Zahl zunimmt, verhindert mehrmaliges Kehren im Jahr die Gefahr eines Schornsteinbrands. Denn bei falschem Heizen, insbesondere bei zu feuchtem Holz und zu geringer Luftzufuhr, entsteht gefährlicher Glanzruß als Auslöser für Schornsteinbrände.

Zum Kehrbezirk Jever-Süd gehören die Altgemeinde Cleverns-Sandel, Rahrdum, Schützenhofstraße/Bahnhofstraße sowie die westlichen Neubaugebiete des Normannenviertels. Schröder betreut zudem in der Stadt Schortens den südwestlichen Teil mit Upjever, Addernhausen, Klosterweg, Nibelungenviertel, Ostiem und Schoost.

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