Jever Nach nicht einmal zwei Stunden Spieldauer war die Tischtennis-Regionalligapartie des MTV Jever am Sonnabendnachmittag bereits Geschichte. Das abstiegsbedrohte Sextett verlor vor Heimpublikum deutlich mit 1:9 gegen TSV Schwalbe Tündern und bleibt in der Tabelle weiterhin Vorletzter (3:23 Punkte).

„Ohne unseren Spitzenspieler Kiryl Barabanov gab es an den eigenen Tischen nichts zu holen“, bilanzierte MTV-Sprecher Malte Stickel nüchtern. Neben der abwesenden weißrussischen Nummer eins (Mannschafts-WM in Kuala Lumpur) kam die Hypothek des noch verletzten Florian Laskowski hinzu, der sich zwar aufstellen ließ, beide Einzel wie Doppel jedoch kampflos abschenkte. Mit Stickel und Alf Schieffer (beide zweite Mannschaft, Bezirksoberliga) mussten insgesamt gleich zwei Ersatzmänner in die Bresche springen.

Der Gast aus Hameln agierte gleichermaßen konzentriert wie seriös und nahm die arg dezimierten MTVer zu keiner Zeit auf die leichte Schulter. Einzig Jevers Nummer drei Fabian Pfaffe setzte sich im Duell mit dem unorthodox angreifenden Linkshänder Falko Turner durch. Einem je klar dominierten Satz ließ Pfaffe einen Satzverlust folgen. Im Entscheidungssatz erwischte Turner den klar besseren Start, der rasch auf 5:0 davonzog. Nach einer Auszeit holte Pfaffe aber Punkt um Punkt auf. Über 6:6 zog der Jeveraner auf 9:6 davon und gewann schließlich mit 3:2-Sätzen – es blieb allerdings bei diesem einen MTV-Zähler, obwohl sich das komplette MTV-Sextett nach Kräften wehrte.

In den neu formierten Doppeln gab es jedoch nicht einen Satzgewinn. Pfaffe/Marek Janssen mussten ebenso wie Juan Carlos Luperdi/Stickel klare 0:3-Pleiten quittieren, Laskowski/Schieffer gingen kampflos leer aus. In den Einzeln lief es nur unwesentlich besser: Abwehrmann und an diesem Tag Spitzenspieler Luperdi ging gegen Dwain Schwarzer mit 1:0 in Führung, musste sich dann aber den starken Linkshänder-Angriffen des TSV-Zweiers geschlagen geben. Auch gegen den zweitligaerprobten Florian Buch war Jevers Peruaner in Schlagweite, verlor aber zwei der drei Durchgänge knapp in der Verlängerung. Alle übrigen Partien gingen relativ deutlich an die Schwalben aus Tündern, wobei es Stickel gelang, Jannik Rose einen Satz abzuknöpfen.

„Zu deutlich war die spielerische Überlegenheit der Gäste, die durch ihren vierten Saisonsieg auf Tabellenplatz sechs vorrücken“, sagte Stickel. „Wir sehnen die Rückkehr von WM-Fahrer Barabanov herbei.“ Gleich drei Spiele werde er allerdings noch verpassen.

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