Mariengymnasium
Auf den Spuren des Turnvaters durch Jever

Bild: Brüggerhoff / Peters
Die Nachkommen von Salomon Mendelssohn Andrea und Birgit Budde (vorn, von links), sowie Dr. Anja Belemann-Smit, Volker Landig, Mareike Spiess-Hohnholz, Hartmut Peters und Jürgen Ploeger-Lobeck.Bild: Brüggerhoff / Peters
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Über ihren Ur-Ur-Großvater Salomon Mendelssohn finden die Schwestern einiges in der Bibliothek der Schule.Bild:
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Jever Für die Geschwister ist es höchst spannend, was sie gerade erfahren. Sie sind dankbar, dass sie all die Informationen bekommen. „Schließlich sehen wir es als unsere Aufgabe, all das an unsere Nachfahren weiterzugeben“, sind sie sich einig.

Andrea und Birgit Budde sind die Ur-Ur-Enkel von Salomon Mendelssohn, dem Begründer des Turnwesens im Jeverland (ovales Bild). Mendelssohn, 1813 in Jever geboren, eröffnete den ersten Turnplatz im Oldenburger Land auf dem ehemaligen Kasernengelände nahe des Mariengymnasiums. Ihm ist der erste Turnunterricht – sogar für Mädchen – auf diesem Platz zu verdanken.

Die Sporthalle der Schule ist heute nach ihm benannt. Mendelssohn war der einzige jüdische Lehrer am Mariengymnasium. Um nicht diskriminiert zu werden, legten Nachfahren den jüdisch klingenden Familiennamen ab, um dann Budde zu heißen.

„Schon unsere Mutter war vor vielen Jahren hier, um nach der Familiengeschichte ihres schon verstorbenen Mannes zu forschen“, wissen Andrea und Birgit Budde. Inzwischen ist auch ihre Mutter gestorben – nun wollen sie selbst etwas erfahren.

„Mit dem Alter wurde es immer interessanter für mich“, sagt Birgit Budde, die eine E-Mail ans Gröschler-Haus in Jever schrieb, prompt eine Antwort von Volker Landig bekam – und so das Treffen in Jever organisierte.

Zu dem kamen auch Hartmut Peters, Dr. Anja Belemann-Smit, Mareike Spiess-Hohnholz und Jürgen Ploeger-Lobeck vom Gröschler-Haus und Mariengymnasium.

So sprachen sie über die Familie Mendelssohns, tauschten sich aus – und sahen sich auch in der Bibliothek des Mariengymnasiums um, in der Bücher Mendelssohns zu finden sind. „Hier wurde so einiges gesammelt“, sagte Hartmut Peters stolz. Er gab alles weiter, was er über die Familiengeschichte weiß.

Die Geschwister Budde freuten sich: „Es ist nicht selbstverständlich, dass so offen mit der Geschichte umgegangen wird“, sagte Andrea Budde, die sich eifrig alles aufschrieb, was sie zu hören bekam. „Wir sind dankbar, dass wir eingeladen wurden.“

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