Jever „Der Historienkalender ist für mich ein wichtiger Jahresbegleiter. Ich habe alle Kalender seit 1949“, erzählt Horst Lüken aus Jever. Für die Ausgabe 2021 haben die Autoren die 1960er Jahre in den Fokus genommen und lassen ein spannendes Jahrzehnt Revue passieren. Den Schwerpunkt der Ausgaben auf die Zeitgeschichte der vergangenen Jahrzehnte auszurichten, hält Lüken für eine gelungene Idee. So bleibe der Nachwelt viel über die Entwicklung des Jeverlands nach dem Zweiten Weltkrieg erhalten, was sonst verloren ginge.

Gedächtnis der stadt

Das umfangreiche, 160 Seiten fassende Buch bietet wieder Einblicke in Historie und Aktuelles aus dem Jeverland und der Region. Geschichtliches und Unterhaltsames zu dokumentieren, ist mit „klasse Aufsätzen“ Verleger Robert Allmers auch für 2021 wieder gelungen. Das Jeversche Verlagshaus Brune-Mettcker konnte seinen 187. Jahrgang des Friesischen Jahrbuchs, das seit 1834 als Historienkalender erscheint, corona-bedingt im Forsthaus Upjever nicht vorstellen.

Der lesenswerte Kalender ist ein weiterer Mosaikstein des „Gedächtnisses“ der Kreisstadt Jever und des Jeverlandes: eine bunte Mischung, die mit einem gelungenen Foto der Badenixe und historischen Autos die Zeit des Wandelns auf der Titelseite zeigt, so wie Karl-Heinz de Wall die 1960er Jahre in Friesland-Wilhelmshaven beschreibt.

Revolte am Gymnasium

Mit der zusammengefassten Heimat-Chronik lässt Andreas Kreye Begebenheiten Revue passieren, die im Zeitraum von August 2019 bis Juli 2020 passierten. Detlef Kiesé beschreibt das traditionsreiche Herrenbekleidungsgeschäft Dettmers an der Neuen Straße in Jever. An die griechischen Arbeitsmigranten in Roffhausen erinnert Dr. Hansjörg Zimmermann, und über die Rebellion am Mariengymnasium 1967/68 berichtet Jan Peters.

Eindrucksvoll beschreiben Hermann Peters und Bernd Coldewey die Sturmflutkatastrophe 1962. Hartwig Harms berichtet über die rund 100 Jahre Dampflokzeit auf Küsten- und Tidebahn. Die niederdeutsche Sprache findet mit originellen Texten von Christa Arntz und Hans-Jörg Beyer ihren Stellenwert.

 Der Kalender ist für 7,95 Euro im Handel und den Verlagsgeschäftsstellen erhältlich.

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