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Jever Die Stühle bleiben ab Montag hochgestellt: Wie bereits beim Lockdown im Frühjahr müssen die Gaststätten schließen – erlaubt ist für die nächsten Wochen wieder nur Außerhaus-Lieferservice. Die Entscheidung von Bund und Ländern sorgt bei den Gastwirten des Jeverlands für gehörigen Unmut.

„Wir haben alle Auflagen erfüllt, die Land und Landkreis uns vorgegeben haben. Und dennoch wird uns solch ein Brocken vor die Füße geworfen. Die Arbeit der letzten Monate ist dahin“, sagt Andreas Hasberg von La Vie & Le Petit am Alten Markt in Jever. Ihn ärgert, dass so getan wird, als sei die Gastronomie schuld am Corona-Geschehen: „Dabei steht doch fest, dass die Infektionen vorrangig wegen privater Treffen zunehmen. Es ist nicht akzeptabel, dass wir nun unter den neuen Maßnahmen leiden müssen.“

Auch Sven Glöckner vom Bistro Neue 17 ist enttäuscht. „In den vergangenen Monaten haben wir so viel getan.“ Er bietet keinen Außerhaus-Service an – das lohne sich nicht. Der November sei ohnehin eher ein schwacher Monat und das Bistro vornehmlich von Touristen abhängig.

Seine Kollegen Katharina Geue und Restaurantleiter Hakan Dagli vom „Haus der Getreuen“ wollen das Beste aus der Situation machen – sie planen eine „Überraschung“. Dagli will ansonsten „abwarten, was noch kommt“. Weihnachts- und Silvestermenüs seien natürlich schon geplant und können gebucht werden. „Wenn das aber auch noch wegbricht, wird es ganz tragisch – nicht nur für die Gastronomie.“

Bei Franco Oglialoro am Kirchplatz ist ab November ohnehin geschlossen. Der Wirt von „Mamma Mia“ wird aber weiterhin dienstags und freitags seinen Stand auf dem Wochenmarkt betreiben – er hat sizilianische Spezialitäten eingekauft. „Hoffentlich müssen die Märkte nicht auch noch ausfallen.“

Maurizio und Danuta Esposito vom Bistrorante Maria sind angesichts der Schließung erst einmal sprachlos. „Was soll man dazu noch sagen? Wir sollten einfach zusammenhalten und freuen uns über jede Unterstützung.“

Die beiden planen nun wieder mit Außerhaus-Verkauf – genau wie die meisten anderen Gastronomen in Jever – und hoffen, dass sie sich damit über Wasser halten können.

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