JADERBERG Seit Mai gibt es in Jaderberg auf dem Parkplatz an der Ecke Raiffeisenstraße/Tiergartenstraße einen kleinen, aber feinen Wochenmarkt. Regelmäßig treffen sich hier Jaderberger, Bewohner anderer Ortsteile der Gemeinde sowie Urlauber, um sich mit frischen Waren des täglichen Bedarfs einzudecken. Daneben ist immer Zeit, um im lockeren Gespräch die neuesten Nachrichten auszutauschen. Was den Wochenmarkt-Besuchern zurzeit „auf den Nägeln brennt“, erfuhr die Rollende Redaktion der NWZ bei ihrem Besuch am Dienstag.

Soll das Rathaus an seinem bisherigen Platz in Jade bleiben oder in den geplanten Neubau auf dem ehemaligen „Neukauf“-Gelände in Jaderberg einziehen? Diese Frage beschäftigte mehrere Besucher. Jürgen Reudel etwa will unbedingt das Rathaus in Jaderberg haben: „Jaderberg ist das Zentrum, hier wohnen die meisten. Wer aus Schweiburg nach Jade fahren kann, schafft es auch bis Jaderberg.“

Ganz anders sieht das Hildegard Noack-Siems. Die Jaderin plädiert für den Erhalt des Rathaus-Standortes. „Jade ist der Mittelpunkt der Gemeinde. Außerdem kann man ruhig geschichtsträchtig denken und das Rathaus dort lassen, wo es jetzt steht.“

Hermine Bruski befasst sich mit ganz anderen Dingen. Sie ist vor 33 Jahren nach Jaderberg gezogen und fühlt sich dort sehr wohl, doch etwas beschäftigt sie doch: Der Zughalt in Jaderberg. „Die Züge fahren hier ohnehin durch, da können die doch auch kurz anhalten“, sagt Bruski. Auch Johannes Spiegelberg spricht sich für die Wiedereröffnung des Bahnhaltepunktes aus, insbesondere mit Blick auf Auszubildende oder Studenten ohne Auto.

Ebenfalls mit dem Verkehr beschäftigt sich der vierjährige Jonas. Der Weg zu seiner Tante in Kreuzmoor gefällt ihm nicht: „Auf der Kreuzmoorer Straße werde ich immer so durchgeschüttelt. Die soll neu gemacht werden.“

Angelika Fricke und weitere Besucher hoffen, dass endlich der Radweg an der K 108 (Vareler Straße) gebaut wird. Die Straße werde auch von vielen Radfahrern genutzt, besonders Rad fahrende Kinder seien gefährdet.

Dass die Ampeln auch nachts an der Wochenmarkt-Kreuzung eingeschaltet sind, hält Angelika Twupack für überflüssig: „In Varel sind abends die Ampeln aus“. Dagegen wünscht sich die Jaderbergerin, dass die Straßenbeleuchtung morgens früher eingeschaltet wird. „Ich würde ja mit dem Fahrrad fahren, aber das ist einfach zu dunkel“. Twupack findet außerdem, dass es zu wenig Papierkörbe im Ort gibt: „Früher war Jaderberg sauberer.“

Das Thema Müll sorgt auch bei Cornelia Rykena für Verärgerung. Sie findet, dass sie bei der Entsorgung „viel Geld für wenig Service“ zahlen muss. In anderen Landkreisen sei beispielsweise die Sperrmüllabfuhr kostenlos, in der Wesermarsch müssen dafür 50 Euro bezahlt werden. Und dann sei die Menge auch noch auf drei Kubikmeter begrenzt, sonst würden weitere Gebühren fällig. „Das reicht doch noch nicht einmal, um einen Dachboden zu entrümpeln“, sagt Rykena.

Jutta Reudel freut es, dass es wieder einen Wochenmarkt in der Gemeinde gibt. Doch für sie steht fest: Ein anderer Tag wäre besser. „Dienstags habe ich immer noch Reste vom Wochenende. Ich wäre für Mittwoch“, sagt die Jaderbergerin. Und weil viele am Vormittag arbeiten, spricht sie sich für einen Termin am Nachmittag aus.

Selbst Bewohner des Alten- und Pflegeheimes Höpken in Rastederberg kommen nach Jaderberg, um regelmäßig dienstags auf dem Wochenmarkt einzukaufen. Trotzdem wünschen sich die Beschicker noch etwas mehr Zuspruch, damit sich ihr wöchentlicher Aufwand lohnt.

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