Frage: Herr Roßmann, wie sehen Sie das Filmangebot der diesjährigen Berlinale?
roßmann: Ich bin gespannt. Die Berlinale ist traditionell immer ein politisches Festival gewesen, gerade als es noch den Eisernen Vorhang gab. Ich erinnere mich noch an den Film „The Deer Hunter“, wo es Proteste aus der Sowjetunion gab. Die Berlinale hat ein sehr politisches Programm, ist aber in erster Linie eine Schau des Weltfilmschaffens.
Frage: Die Deutschen sind dieses Mal stark vertreten. Worauf freuen Sie sich besonders?
roßmann: Da ist zum Beispiel Sebastian Schipper, der in Oldenburg groß geworden ist und als Regisseur mit dem Film „Victoria“ im Wettbewerb zu sehen ist. Der Film spielt in Berlin Kreuzberg und ist in einer einzigen Einstellung aufgenommen worden. Das ist schon eine Besonderheit.
Frage: Welche Filme haben überhaupt eine Chance in die deutschen Kinos zu gelangen?
roßmann: Die Kinowelt ist ein Wirtschaftszweig. Ein Film muss in erster Linie eine interessante Geschichte erzählen und versuchen, ein Publikum zu finden. Bei der Vermarktung hilft auch, wenn bekannte Namen von Regisseur oder Schauspielern dabei sind.
Frage: Braucht die „Kinoindustrie“ Großveranstaltungen wie die Berlinale und wie hoch ist ihr Stellenwert?
roßmann: Die Berlinale ist eines der wichtigsten Filmfestivals überhaupt. Natürlich ist die Berlinale als Großveranstaltung ein Werbefenster für das Kino. Es hilft den Blick des großen Publikums auf das Kino zu richten. Hier kann die Berlinale eine ganz wichtige Botschafterrolle für Kino und Film spielen. Ob diese das ganze Jahr über anhält, ist zu bezweifeln.
Frage: Kann noch mit Überraschungen gerechnet werden?
roßmann: Es ist schon interessant, was sich alles an bewegten Bildern zeigt. Man muss die Augen offen halten und die Neugierde behalten. Es gibt immer wieder junge Männer und Frauen, die eine Geschichte ganz neu erzählen. Daneben gibt es natürlich
immer auch alte Bekannte, wie beispielsweise Werner Herzog oder Wim Wenders.
Tanja Henschel Barßel / Redaktion Münsterland
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