Frage: Was kommt bei einer Ablation auf den Patienten zu?
Elsässer: Am Tag des Eingriffs kommt der Patient morgens zu uns in die Klinik, wobei wichtig ist, dass er vorher nichts gegessen oder getrunken hat. Dann wird neben anderen Untersuchungen ein Schluckultraschall von der Speiseröhre erstellt. Damit kann man sicherstellen, dass die Herzfunktion gut ist und keine bösen Überraschungen wie Blutgerinnsel vorhanden sind, die erhebliche Komplikationen bei dem Eingriff verursachen können. Wenn die Untersuchungen positiv verlaufen sind, kann der Ablations-Eingriff erfolgen.
Frage: Wie geht der Elektrophysiologe dabei vor?
Elsässer: Über die Leiste wird in örtlicher Betäubung ein Katheter eingebracht, der durch die Vene in den rechten Vorhof des Herzens geführt wird. Von dort aus geht der Elektrophysiologe durch die Herzscheidewand in den linken Vorhof und bringt die Ablationskatheter vor. In 90 Prozent der Fälle entsteht das Vorhofflimmern im Mündungsbereich der Pumonalvenen im linken Vorhof. Durch die Ablation von Kälte oder Hochfrequenzstrom werden diese Regionen verödet, sodass von dort aus keine Herzrhythmusstörungen mehr auf das Herz übertragen werden können.
Frage: Wie lange dauert der Eingriff?
Elsässer: Heute stehen dafür zwei verschiedene Verfahren zur Verfügung. Der Eingriff mit einem Kälteballon dauert in der Regel rund 90 Minuten. Mit der ebenso bewährten Hochfrequenzablations-Punkt-für-Punkt-Technik ist er zumeist nach zwei oder zweieinhalb Stunden abgeschlossen.
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