Frage: Herr Krüsken, das Bundesverwaltungsgericht hat in seiner Entscheidung das massenhafte Töten männlicher Küken vorübergehend als rechtmäßig bestätigt. Wie bewerten Sie dieses Urteil?
Krüsken: Unabhängig von diesem Urteil halten wir den schnellstmöglichen Ausstieg aus der Tötung männlicher Eintagsküken für geboten. Mehrere Verfahren, mit denen das Geschlecht im Ei bestimmt werden kann, kommen langsam in die Praxisreife und sollten dann auch flächendeckend zum Einsatz kommen.
Frage: Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) will das Küken-Töten mithilfe eines neuen Verfahrens stoppen, bei dem männliche Küken schon vor dem Ausbrüten des Eis erkannt werden und gar nicht erst schlüpfen. Ist das aus Ihrer Sicht ein sinnvoller Weg?
Krüsken: Ja. Es gibt aber auch noch weitere Verfahren, die infrage kommen und die kurzfristig zur Praxisreife gebracht werden können.
Frage: Tierschutz ist als Staatsziel im Grundgesetz verankert – muss dieser in der Landwirtschaft nicht einen größeren Stellenwert erhalten?
Krüsken: Für uns hat der Tierschutz auf jeden Fall einen hohen Stellenwert. Das wird auch für Verbraucher immer wichtiger. Dem wollen wir zum Beispiel mit der Initiative Tierwohl Rechnung tragen. Wichtig ist aber auch, dass wir im europäischen Binnenmarkt die Tierschutzfragestellungen nicht einfach in andere Regionen auslagern.
Andreas Herholz Korrespondentenbüro Berlin
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