Frage: Frau Fischer, Heino wird an diesem Donnerstag 80 Jahre alt. Mögen Sie die Musik des einstigen Bäckerlehrlings?

Fischer: Heino hat eine beeindruckende Karriere hinter sich. Gleich seine erste Platte, „Jenseits des Tales“, wurde 100.000-mal verkauft. Ehrlich gesagt: Ich mag eher den Heino der frühen Jahre, als er Volkslieder gesungen hat. Die sind mir im Ohr hängen geblieben. Und leider ist es so, dass auch in den Schulen immer weniger die traditionellen Lieder gepflegt werden. Wo sind die schönen alten Songs geblieben?

Frage: Aber auch der Heino der späten Jahre war sehr erfolgreich. Er trat als Überraschungsgast auf dem Festival „Wacken Open Air“ auf und spielte gemeinsam mit Rammstein den Song „Sonne“. Später interpretierte er sogar seine Hits im Metal-Stil neu.

Fischer: Ich weiß, aber das ist nicht ganz mein Geschmack. Als Mensch sagt mir Heino sehr zu. Aber wenn er als Rocker auftritt, dann spricht das vor allem die jungen Leute an.

Frage: Und was können Schlagersängerinnen und -sänger von Heino lernen?

Fischer: Er hat in jedem Fall ein Händchen für den Erfolg. Ich habe einen großen Respekt vor allen Musikern, die sich dermaßen in die Öffentlichkeit wagen. Und bei Heino kommt das Alter noch dazu. Er ist noch fit. Durch die Zusammenarbeit mit bekannten Sängern wie zum Beispiel Wolfgang Petry – bekannt durch Titel wie „Wahnsinn!“ – hat er großen Erfolg.

Frage: Gibt es ein Comeback des deutschen Schlagers?

Fischer: Ja, ich glaube schon. Auch andere „Altstars“ sind wieder gut dabei. Ich denke etwa an Michael Holm, der eine ganz tolle Linie fährt, oder Mary Roos und Lena Valaitis, die wieder auf Tour sind. Ich finde es gut, dass sie die Menschen so mitnehmen und noch so gut bei Stimme sind. Leider habe ich den Vorteil der „Altstars“ nicht und bin ohne Vitamin B in dem Markt reingegangen.

Frage: Aber Sie sind derzeit ungemein erfolgreich...

Fischer: Ich werde enorm von meinen Fans und einigen DJs unterstützt. Das habe ich kürzlich auf der Weihnachtsgala in der Delmenhorster Markthalle erlebt. Meine Songs „Feuer und Eis“ oder „Mehr als nur ein Zufall“ waren der Hammer. Mit „Weihnachtsmärchenträume“ bin ich an diesem Donnerstag, ab 20.15 Uhr, auf Gute Laune-TV zu sehen. Leider kann man für das Lied nicht mehr voten.

Frage: Gibt es weitere Auftritte in der Adventszeit?

Fischer: Ja, ich werde Einrichtungen für alte und benachteiligte Menschen besuchen. Am Freitag, 14. Dezember, singe ich im Wichernstift in Ganderkesee und am 18. Dezember im Gut Dauelsberg in Delmenhorst. Ich möchte damit ein Zeichen setzen und alten sowie benachteiligten Menschen die frohe Botschaft von Weihnachten nahe bringen. Das ist mir ein großes Anliegen.

Stefan Idel Redakteur / Landespolitischer Korrespondent
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