Sommerwetter lässt Turnierchef strahlen

Jan-Christoph Egerer (51) ist im achten Jahr Leiter des Oldenburger Landesturniers. Im Interview spricht er über den bisherigen Verlauf und die Veränderungen auf dem Turnierplatz.

Bild: Frank Jacob
Gut gelaunt: Turnierleiter Jan-Christoph Egerer ist mit dem bisherigen Verlauf des 70. Oldenburger Landesturniers in Rastede sehr zufrieden.Bild: Frank Jacob
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Frage: Herr Egerer, vier von sechs Tagen Landesturnier in Rastede liegen hinter Ihnen. Wie ist Ihr Eindruck bisher?
Jan-Christoph Egerer: Ich bin super zufrieden. Die Dinge, die wir neu umgesetzt haben, sind sehr gut gelungen. Und die Organisationsleitung hat den bisher besten Aufbau hingelegt. Auch bei den Aktiven ist die Stimmung sehr gut. Bei Reitern und Pferden haben wir eine hervorragende Qualität, das bekomme ich auch von den Richtern gespiegelt.
Frage: Auch das Wetter zeigt sich in diesem Jahr von seiner besten Seite...
Egerer: Bisher sind wir da sehr zufrieden. Zwar hat der Starkregen am Dienstagabend dazu geführt, dass zwei Prüfungen unterbrochen werden mussten. Er hat aber auch geholfen. Der Ellernteich ist jetzt wieder auf Normalstand, so dass wir das Wasser, das wir für die Bewässerung der Plätze benötigen, dort wieder entnehmen können. Das hätten wir sonst aufwendig mit Traktoren und Wasserfässern herbeiholen müssen, was viel Geld gekostet hätte.
Frage: Wie wird die Erweiterung des Turnierplatzes um 2000 Quadratmeter angenommen?
Egerer: Die Erweiterung gibt uns jetzt viel mehr Möglichkeiten. Wir haben immer gesagt, der Turnierplatz ist unsere Achillesferse. Das Landesturnier war deshalb unter den Reitern schon im Gerede, ob man da noch hinfahren sollte. Sand wollen wir auf dem Platz aber aus Traditions- und auch aus Kostengründen nicht. Zudem wäre der Aufwand enorm und die Vegetation würde leiden.
Frage: Der Renn- und Reitverein hat aber noch weitere Wünsche bezüglich des Turnierplatzes, oder?
Egerer: Wir wünschen uns eine vollständige Sanierung des Platzes und ein Wegekonzept, das festlegt, wer wo fahren darf. Dies sollte mit allen Nutzern des Geländes abgestimmt werden, damit alle Interessen gewahrt werden. Da gibt es bereits viele gute Gespräche.
Frage: Die Wegnahme des Hügels auf dem Turnierplatz haben viele Rasteder bedauert.
Egerer: Aus Sicht des Renn- und Reitvereins ist das die richtige Entscheidung gewesen. Ich kann aber auch nachvollziehen, dass das einige nicht gut finden. Der Hügel wurde aber ursprünglich mal als Hindernis für den Reitsport angelegt.
Frage: Was war bisher Ihr persönlicher Höhepunkt des Turniers?
Egerer: Der Heiratsantrag, den ein junger Mann seiner Freundin am Donnerstag auf dem Dressurplatz gemacht hat. Das hatten wir in 70 Jahren Turniergeschichte wohl noch nie. Ein ganz besonderer Höhepunkt ist aber auf jeden Fall die Chronik zum Landesturnier, die Uwe Harms und Wolfgang Teske mit unvorstellbar viel Arbeit zusammengestellt haben. Das ist ein gewaltiges Werk.
Frage: Worauf freuen Sie sich an den beiden letzten Turniertagen dieses Jahres am meisten?
Egerer: Auf den Samstag freue ich mich persönlich am meisten. Das Abendprogramm bietet immer eine ganz besondere Atmosphäre. Die Mischung aus Sport und Unterhaltung, die wir da bieten, ist schon einmalig. Und die Rasteder sind einfach das beste Pferdepublikum im Nordwesten.
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