Frage: Die Gerst-Mission ist vorbei – erfüllt Sie das mit Wehmut?

Wörner: Ja. Es überwiegen aber Stolz und Begeisterung über den erfüllten Missionsplan. Von rund 100 Experimenten, an denen Alexander Gerst beteiligt war, kamen etwa 25 erfolgreiche Versuche von deutschen Forschern.

Frage: Wenn Sie einen Höhepunkt nennen müssten: Welcher wäre das?

Wörner: Emotional war es der Außeneinsatz: stundenlange harte Arbeit in einer Umgebung, die lebensfeindlicher nicht sein kann – verbunden mit einem grandiosen Ausblick, den man nicht genießen kann, weil keine Zeit dazu ist.

Frage: Wie lautet Ihr Resümee?

Wörner: Mission erfüllt! Gleichzeitig bleiben Fragen, die sich aus den Ergebnissen ergeben. Ein neuer Schmelzofen wurde von Gerst während der letzten Wochen eingebaut und steht für erste Testläufe bereit. Erstmals können neue Legierungen im Langzeitversuch beobachtet und physikalische Parameter erfasst werden. Auf der Erde ist das so nicht möglich.

Frage: Hat Gerst die Hoffnungen erfüllt?

Wörner: Nicht nur erfüllt, sondern übererfüllt. Alexander Gerst hat die erfolgreiche Tradition der deutschen bemannten Raumfahrt seit Sigmund Jähn und Ulf Merbold fortgeführt. Er hat es während der Mission zudem hervorragend verstanden, die breite Öffentlichkeit zu informieren und für die Weltraumforschung zu begeistern.

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