Frage: Herr Trepper, wie geht es jetzt mit dem Handball beim VfL Edewecht weiter?
Utz Trepper: Die erste Männermannschaft wird in der Saison 2019/2020 kein Team für den Spielbetrieb melden. Wie es in Zukunft weitergeht, muss die Abteilungsleitung entscheiden. Ob man in den kommenden Spielzeiten immer als erster Absteiger die Ligen runterwandert, bis man wieder ein Team zusammenstellt oder die Mannschaft endgültig abmeldet, kann ich nicht beurteilen.
Frage: Bis wann muss eine Entscheidung fallen?
Trepper: Tatsächlich endet unsere Abmeldefrist zur kommenden Saison erst am Dienstag. Ich kann mir aber kein Szenario mehr vorstellen,
in dem wir bis dahin einen Kader zusammenstellen, der qualitativ das Niveau für die Oberliga besitzt. Da müssen wir in dieser Niederlage sportlich fair bleiben und den anderen Teams, die in den Relegationsspielen ranmüssen, die Möglichkeit geben, sich ausreichend vorzubereiten.
Frage: Woran sind die Planungen gescheitert?
Trepper: Kurzfristig begründet haben wir eine Saison gespielt, in dem das Team den eigenen Ansprüchen weit hinterherlief und in deren Verlauf sich abzeichnete, dass wir bis zum Ende um den Klassenerhalt kämpfen müssen. Das erleichtert die Planungen nicht, weil interessierte Trainer und Spieler auch Gewissheit für die neue Saison haben
wollen. Ab Ende Januar haben wir die Absagen für die neue Saison aus den eigenen Reihen bekommen. Im Wettbewerb mit anderen Interessenten und mit den zur Verfügung stehenden Möglichkeiten ist es dann eine Herkules-Aufgabe, gleich sieben von zwölf Feldspielern zu ersetzen. Mit zur Zeit nur zwei Zugängen für die kommende Saison zu melden, wäre ein Himmelfahrtskommando gewesen, das auch die Spieler, die gerne hiergeblieben wären, nicht mittragen wollten.
Frage: Sitzen die Probleme noch tiefer?
Trepper: Man hätte langfristig begründet die Pflicht gehabt, in einen leistungsgerechten Unterbau für die erste Mannschaft und entsprechende Jugendarbeit zu investieren. Spätestens zum Neustart mit wieder externem Personal in der Verbandsliga zur Saison 2014/2015 hätte das angegangen werden müssen. Man hat aber nicht aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt. Außer Absichtsbekundungen gab es aber letztlich keine erwähnenswerten Ansätze, das Budget endlich auch dafür einzusetzen. Dieser jetzt wahrscheinliche Sturz ins Bodenlose, hätte vor vielen Jahren bereits verhindert werden können.

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Lars Puchler Redakteur / Lokalsport Ammerland
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