Frage: Ernst-Volker Staub, Daniela Klette und Burkhard Garweg sind als Mitglieder der dritten Generation der RAF bekannt. Wie viele gibt es noch?

Peters: Das ist schwer zu sagen. Es gibt 14 Personenbeschreibungen von mutmaßlichen Akteuren. Einige sind ausgestiegen, möglicherweise andere dazugekommen. Bei der Knastsprengung in Weiterstadt 1993 waren vier oder fünf dabei. Auch die zweite Generation hatte ja eine permanente Fluktuation. Also mindestens 14 waren wohl über die Jahre mit dabei. Alles andere ist Spekulation.

Frage: Helfen die neuen technischen Möglichkeiten bei der Fahndung weiter?

Peters: Ich bin kein Kriminaltechniker. Aber ich weiß, dass immer feinere Verfahren entwickelt wurden. Inzwischen können nicht nur ausgerissene Haare, sondern auch ausgefallene Haare zugewiesen werden. So wurde ein ausgefallenes Haar von Daniela Klette nach dem Anschlag auf die US-Botschaft in Bonn 1991 in einem Fluchtauto entdeckt. Inzwischen können auch alte Speichelspuren untersucht werden. So wurde Verena Becker überführt, weil sie Briefumschläge zugeklebt hat.

Frage: Was zeigen uns die jüngsten Überfälle?

Peters: Das Hauptproblem ist, dass die drei keine Altersvorsorge haben. Niemand weiß ja bis heute, wovon sie gelebt haben. Das ist ja das Tragische an der Geschichte: Jeder, der mal „Scheiß“ gemacht hat, ist irgendwann aus dem Knast draußen. Aber die drei haben ja keine Chance. Sie sind ja fast dazu verurteilt, weiter kriminell zu sein.

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