Frage: Herr Kranich, die aus China ausgeflogenen Deutschen sind seit drei Tagen in der Quarantäne-Einrichtung in der Kaserne in Germersheim. Wie geht es den Rückkehrern?
Kranich: Es geht ihnen den Umständen entsprechend gut. Ich bin vor Ort und habe Kontakt zu dem Einsatzleiter des Deutschen Roten Kreuzes in der Kaserne. Die Nacht war ruhig. Die Nachricht, dass es zwei Infizierte gibt, war für die Rückkehrer nicht schön. Die Helfer hatten aber damit gerechnet. Für solche Fälle machen wir die Quarantäne.
Frage: Wie sind die Hygienemaßnahmen, um eine mögliche Ansteckung zu verhindern?
Kranich: Die 120 Personen in der Einrichtung sind in Gruppen eingeteilt. So soll sich das Risiko einer Ansteckung weiterer Personen verringern. Die Bewohner sind angehalten, ihre Zeit überwiegend in den Zimmern zu verbringen. Es gibt Handdesinfektions-Spender, welche die Bewohner und Helfer regelmäßig nutzen sollen. Außerhalb der Zimmer muss ein Mundschutz getragen werden. Auf den Gängen gilt, sich mit Abstand zueinander zu bewegen. Die Bewohner sollen sich nicht die Hand geben. Es gibt einen Kiosk und eine Bibliothek. Die Personen dürfen sich dort nichts selbst nehmen. Sie zeigen auf die gewünschten Produkte und Bücher. Dann werden sie für sie auf einen Tisch gestellt.
Frage: Was machen die Rückkehrer in der Quarantäne?
Kranich: Die Beschäftigung ist ohne Frage eingeschränkt. Wir haben Gesellschaftsspiele und Spielsachen für die Kinder in den Zimmern ausgeteilt. Von Gruppenspielen wie Kicker und Tischtennis haben wir abgesehen.

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Annette Dönisch Korrespondentenbüro Berlin
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