Der Basketballer Jonathan Gang ist im Herbst 2018 vom SV Nordenham aus der Bezirksoberliga zum Bürgerfelder TB in die 2. Regionalliga gewechselt. Er war im Team aus der Wesermarsch der Schlüsselspieler und auch abseits des Platzes enorm engagiert. Der Wechsel zu den Royals war gleichbedeutend mit einem sportlichen Neuanfang. Gang studiert in Oldenburg Pädagogik und Sozialwissenschaften. Die NWZ hat sich mit ihm über sein Team, seine sportliche Entwicklung und seine Ziele unterhalten.
Frage: Haben Sie sich in Ihrer neuen Mannschaft gleich zurechtgefunden? Oder gab es Anpassungsprobleme?

Gang: Ich habe mich sofort wohl gefühlt. Das ist eine super freundliche und coole Gruppe. Spielerisch war es zunächst ein großer Unterschied. Ich musste mich erstmal an das deutlich höhere Niveau gewöhnen. Das Spiel ist deutlich körperlicher und viel schneller. Außerdem musste ich erstmal meine Rolle auf dem Spielfeld finden.

Frage: Wie lief die erste Saison?

Gang: Zwischenzeitlich leider nicht so gut. Unser Trainer ist mitten in der Saison umgezogen. Danach ging es mit einem Spielertrainer weiter. Wir waren nicht so erfolgreich, wie wir hätten sein können. Ich selbst war mit meiner eigenen Leistung in der ersten Saison auch nicht zufrieden.

Frage: Was schätzen Sie an Ihrer Mannschaft ?

Gang: Ich mag es, dass wir viele erfahrene Spieler in der Mannschaft haben, die schon seit Jahren in der Regionalliga spielen oder sogar früher selber als Profis aktiv waren. Von Typen wie Mario Tummescheit, Lauris Heisen oder Somiah Blay kann ich bei jedem Training etwas lernen. Gleichzeitig haben wir auch noch viele jüngere Spieler, die noch viel Potenzial haben. Der Mix in der Mannschaft stimmt.

Frage: Welche Unterschiede gibt es im Vergleich mit dem SVN?

Gang: Das Mannschaftstraining ist anstrengender, der Konkurrenzdruck höher. Es möchte sich jeder für mehr Spielzeit empfehlen. Wir trainieren zwei Mal in der Woche als Mannschaft, üben viele Systeme, sprinten und werfen viel. Ich mache mit zwei, drei Mitspielern noch ein zusätzliches Wurf- und Athletiktraining. Außerdem geht ein Großteil der Mannschaft mehrmals in der Woche ins Fitnessstudio. Ich treibe also fast jeden Tag Sport.

Frage: Bleibt da noch Zeit, auch mal auf dem Freiplatz zu spielen?

Gang: Während der Saison nicht. Aber dafür ist das Wetter ja eh zu schlecht. Im Sommer bin ich viel draußen – auch in Nordenham. Wir spielen bei vielen Drei-gegen-drei-Turnieren mit – unter anderem in Berlin.

Frage: Wie bewerten Sie die Teamleistung in dieser Saison?

Gang: Ich bin sehr zufrieden. Wir haben fünf Leute, die immer zweistellig punkten und sind eine sehr ausgeglichene Mannschaft. Auch alle anderen können heißlaufen.

Persönlich bin ich auch sehr zufrieden. Ich habe im Sommer mit Lauris viel Zeit im Fitnessstudio und auf dem Freiplatz investiert, um besser zu werden. Die Arbeit zahlt sich aus. Ich spiele deutlich mehr als in der vorigen Saison, habe eine größere Rolle und treffe häufiger. Ich fühle mich so gut und fit wie nie zuvor.

Frage: Wie vereinbaren Sie Basketball und Studium?

Gang: Natürlich investiere ich viel Zeit in den Sport, trotzdem klappt es ganz gut, Studium und Basketball unter einen Hut zu bekommen. Das Studium macht sehr viel Spaß. Es war auf jeden Fall die richtige Entscheidung. Allerdings trainieren wir häufig spät abends, und ich achte sehr darauf, ausreichend zu schlafen. Deshalb bin ich abends nicht besonders oft in der Stadt unterwegs. Wenn wir samstags spielen, ist es sowieso besser, den Freitag entspannt zu Hause zu verbringen.

Frage: Wie lauten Ihre sportlichen Ziele?

Gang: Mit unserem neuen Trainer Michael Canisius spielen wir eine sehr erfolgreiche Saison. Unser Ziel ist es, den zweiten Platz zu halten.

Frage: Und wie geht es mit dem Studium weiter?

Gang: Ich bin im dritten Semester. Ab dem kommenden Wintersemester verbringe ich ein Erasmus-Jahr in Spanien. Also liegt der Fokus erstmal auf der aktuellen Saison.

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