Frage: Herr Eilers, was kann man bei den Emder Matjestagen vom 27. bis 29. Mai erleben?
Eilers: Zu dem Volksfest werden an dem Wochenende zwischen 150 000 und 200 000 Besucher erwartet. Zwischen 25 bis 35 Traditionsschiffe aus Holland und dem norddeutschen Raum liegen im Binnenhafen, an dem die Matjestage stattfinden. Es gibt einen Jahrmarkt und ein großes Shantyfestival um den Delft herum. Viele Chöre präsentieren sich auf zwei Open-Air-Bühnen und auf dem Museumsschiff, dem Heringslogger. Auch der Emder Matjeslauf ist integriert. Abends spielen Live-Bands.
Frage: Wann wird denn Matjes gegessen?
Eilers: Der Emder Oberbürgermeister Bernd Bornemann eröffnet am Freitagmorgen die Veranstaltung. Er testet den ersten Matjes und gibt den Fisch für den Verzehr frei. Dieser wird dann bei der Bevölkerung in Häppchen verteilt. Am Sonntag kommt das traditionelle Matjesgericht beim Emder Bürgermahl am Sonntag zwischen 11.30 bis 13.30 Uhr auf den Teller. Der Matjes wird dann traditionell wie früher mit grünen Bohnen, Salzkartoffeln und ausgelassenem Speck gegessen.
Frage: Wie kam Emden zum Hering?
Eilers: Emden war früher eine alte Fischerstadt und hier beim Binnenhafen wurden die Heringe angelandet. Die alten Logger haben ihre Ware direkt beim alten Fischereihafen vor dem Emder Rathaus umgeschlagen. Früher gab es die Bezeichnung Matjes zudem noch nicht. Das waren die Salzheringe. Denn man konnte die Fische nur pökeln und in Fässern einlegen, wenn man sie haltbar machen wollte. Damals gab es noch keine Kühlanlagen.
Frage: Wie wird aus Hering Matjes?
Eilers: Matjes ist ein bestimmter Hering, der entsprechend jung und ein weiblicher Hering sein sollte. Er muss einen hohen Fettgehalt aufweisen und sollte nicht zu dick sein. Auf See von Kopf, Schwanz, Gräten und Innereien befreit, wird der Fisch schockgefrostet nach Emden geliefert und am Binnenhafen in Salzlake zu Emder Matjes gereift.

Wilhelm Eilers (67) ist seit über 20 Jahren Mit-Organisator der Emder Matjestage. Am Freitag, 27. Mai, und Sonnabend, 28. Mai, wird jeweils von 11 bis 1 Uhr und am Sonntag, 29. Mai, von 11 bis 18 Uhr geschlemmt und gefeiert.

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Programm unter   www.matjestage.de 
Tanja Henschel Barßel / Redaktion Münsterland
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