Hude Beinahe jedes fünfte in diesem Jahr in Hude kontrollierte Fahrrad weist Mängel auf. Das berichtete Maike Meisterling, Pressemitarbeiterin bei der Polizeiinspektion Delmenhorst/Oldenburg-Land/Wesermarsch auf Nachfrage der NWZ . Insgesamt wurden 2014 bereits rund 600 Fahrräder kontrolliert. Bei 110 davon stellten die Polizeibeamten Mängel fest. Meisterling: „Das sind vorwiegend Beleuchtungsdefizite.“

Der verkehrssichere Drahtesel

Wird ein Fahrrad auf öffentlichen Straßen genutzt, muss es folgende technische Auflagen erfüllen:


 Eine Klingel


 Zwei von einander unabhängige Bremsen (für Kinder möglichst Hand- und Rücktrittbremse)


 Zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale


 Zwei Pedalreflektoren pro Pedal


Ein großer weißer Frontreflektor


 Eine weiße Frontleuchte


 Zwei Speichenreflektoren oder reflektierende Streifen pro Rad


 Ein großer roter Rückreflektor


 Eine rote Schlussleuchte mit Reflektor

Kontrolliert werden Radfahrer vorwiegend während des Schulbetriebs vormittags und mittags. Doch auch nachmittags und abends sind die Beamten im Einsatz. „Abends sind es meistens die Berufspendler, die wir kontrollieren“, sagt Meisterling. Auf Fahrrädern mit Mängeln seien dabei nicht nur Kinder und Jugendliche, sondern häufig auch Erwachsene unterwegs.

In der dunklen Jahreszeit sei vor allem die ausreichende Beleuchtung des Rades wichtig. Zu beachten sei aber auch die Kleidung des Fahrers. Helle Kleidung, bestenfalls mit Reflektoren ausgestattet, empfiehlt die Polizei. Fürs Fahren ohne Licht wird übrigens ein Bußgeld von mindestens 20 Euro fällig. Mehr Unfälle in Verbindung mit Radlern im Herbst konnte die Polizei in Hude aber bislang nicht feststellen.

Die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) schreibt vor, wie ein verkehrssicheres Fahrrad aussieht: Wichtig sind eine helltönende Klingel, zwei voneinander unabhängige Bremsen und zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale, die mit je zwei Rückstrahlern ausgestattet sind.

Fehlen darf natürlich auch nicht die richtige Beleuchtung: Vorgeschrieben sind ein weißer Frontscheinwerfer sowie ein rotes Rücklicht. Für gute Sichtbarkeit von der Seite müssen pro Rad jeweils zwei gelbe Speichenreflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen angebracht werden. Auch ein weißer Reflektor vorne, ein roter Großrückstrahler sowie ein kleiner roter Rückstrahler hinten gehören zu einem verkehrssicheren Rad.

Im vergangenen Jahr kippte der Bundesrat die Dynamo-Pflicht. Seitdem dürfen Scheinwerfer und Schlussleuchte auch mit einer Batterie mit einer Nennspannung von 6 Volt oder einem wiederaufladbaren Energiespeicher als Energiequelle betrieben werden. Nico Ahrens vom Fahrradfachhandel „Die Klosterspeiche“ empfiehlt trotzdem einen Nabendynamo. „Seitenläuferdynamos wirken bei Nässe schlechter“, so der Fachmann, und bei batteriebetriebenen Lichtern müsse der Batteriestand regelmäßig kontrolliert werden. Außerdem müsse hier genau geprüft werden, ob das Licht zugelassen sei.

Neben regelmäßigen Kontrollen gibt es in Hude weitere Präventionsmaßnahmen, die schon bei den jüngsten Verkehrsteilnehmern ansetzen: Ein Verkehrssicherheitstraining in Form eines Fußgängerdiploms legen beispielsweise die letzten Gruppen im Kindergarten oder die Erstklässler ab. In der 3. oder 4. Klasse absolvieren die Grundschüler zudem die Fahrradprüfung. Auch hier stehe neben dem Parcoursfahren die Verkehrssicherheit im Vordergrund, berichtet Meisterling.

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Christine Henze Volontärin / NWZ-Redaktion
Sonja Klanke Redakteurin, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
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