Hude Noch gibt es keine spruchreife Lösung, von wem, wo und wie die Rettungswache in Hude ab Januar 2017 zunächst übergangsweise betrieben werden soll. Bekanntlich hat der Landkreis Oldenburg den Vertrag mit dem DRK über den Betrieb des Rettungsdienstes in Hude zum Jahresende gekündigt. Der Grund sind massive Vorwürfe, dass bei Abrechnungen nicht alles mit rechten Dingen zugegangen sein soll. Das wird derzeit juristisch geprüft.

Jetzt muss eine Übergangslösung für den Rettungsdienst her, bevor nach einer entsprechenden Ausschreibung ein neuer Betreiber vom Landkreis beauftragt werden kann.

Knackpunkt in Hude ist, dass das DRK die Räume der jetzigen Rettungswache in seinem Gebäude an der Parkstraße für die Ausweitung seiner übrigen Aktivitäten selber benötigt und sie keinem Nachfolger vermieten kann.

Das Standortproblem muss schnell gelöst werden. „Wir arbeiten mit Nachdruck daran“, betonte Christian Wolf, Dezernatsleiter Ordnung & Recht beim Landkreis.

Die Versorgung der Bevölkerung mit einem Rettungsdienst nach den bisherigen Qualitätsstandards habe absolute Priorität, stellte Wolf klar. Es gebe derzeit viele Gespräche mit Beteiligten. Details wollte er nicht nennen.

Rettungsdienst in Hude – Wie alles Begann

Seit 1968 gibt es den Rettungsdienst-Standort Hude. Seinerzeit wurde auf Drängen von ehrenamtlichen Helfern des DRK-Ortsvereins, die sich zu Transportsanitätern hatten ausbilden lassen, ein Krankenwagen in Hude stationiert. Die Anschaffung wurde von Landkreis und Gemeinde unterstützt. Das Amazonenwerk stellte bei Bedarf die beiden ehrenamtlichen Transportsanitäter Horst Schepker und Friedrich Dießelberg frei. Weitere Ehrenamtliche standen bereit.

Die Rettungswache war im Privathaus der Familie Schepker untergebracht. Am 12. Mai 1968 erhielten die ehrenamtlichen Helfer der ersten Stunde, Udo Wangenroth, Anton Amann und Bodo Struthoff, den Auftrag für den ersten Krankentransport.

Im Jahr 1972 erfolgte die Indienststellung des ersten Rettungstransportwagens. Am 1. Januar 1975 wurden die ehrenamtlichen Mitarbeiter Friedrich Dießelberg und Horst Schepker als hauptamtliche Rettungssanitäter vom DRK Hude eingestellt. Niedergelassene Mediziner aus Hude engagierten sich. 1979 wurden zwei der Behelfskrankenwagen auf Pkw-Basis durch zusätzliches, medizintechnisches Equipment aufgerüstet und standen fortan als Notarzteinsatzfahrzeuge zur Verfügung.

Im Oktober 1983 bezog aufgrund des erhöhten Platzbedarfes die DRK-Rettungswache Räumlichkeiten im Haus der Familie Heinemann auf der Nordheide. Von 1984 bis 2007 war die Wache am Stöverskamp untergebracht.

Am 1. Juli 2007 wurde der Standort der Rettungswache in die modernen Räumlichkeiten der neu gebauten Geschäftsstelle des Kreisverbands an der Parkstraße in Hude verlegt. Quellen: Chronik des DRK im Internet/Aufzeichnungen von Dr. H.--U. Schreiber

Klaus-Dieter Derke Hude / Redaktion Hude
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