HUDE Lessing- und Röntgenstraße sollen auf Eis gelegt werden. Zuerst sollen Pläne für den Klosterweg erstellt werden, der sich in sehr schlechtem Zustand befindet.

Von Matthias Kosubek HUDE - Zwar hat der Rat der Gemeinde Hude bereits beschlossen, den Klosterweg sowie die Röntgen- und Lessingstraße auszubauen, und auch im Haushaltsplan 2005 sind 305 000 bzw. 265 000 Euro eingeplant, trotzdem zögert die Gemeinde, die Maßnahmen auch dieses Jahr zu verwirklichen. Grund ist die überwiegend ablehnende Haltung der Anlieger gegenüber dem Ausbau, die bei Versammlungen im vergangenen Jahr deutlich geworden ist. Kein Wunder: Müssen sie doch nach der Straßenausbausatzung den Löwenanteil der Kosten, nämlich 90 Prozent, übernehmen.

Auf der jüngsten öffentlichen Sitzung des Ausschusses für Gemeindeentwicklung wurde noch einmal ausgiebig über das Thema diskutiert. Bürgermeister Axel Jahnz empfahl, den Ausbau von Lessingstraße/Röntgenstraße vorerst auf Eis zu legen. Durch den zu erwartenden Baustellenverkehr im benachbarten Bebauungsplangebiet 17 bestehe die Gefahr, dass eine neue Straße schnell wieder beschädigt werde. Beim Klosterweg habe es eine emotionale Diskussion gegeben. Anlieger fragten sich, warum sie für eine seit Jahren bestehende Straße bezahlen sollten, weil diese, auch wegen des moorigen Untergrundes, defekt sei.

Christa Siefken (CDU) beantragte, man solle mit der Ausbauplanung beginnen, um endlich weiter zu kommen. Dr. Jürgen Onken (SPD): „Der Ausbau des Klosterweges ist beschlossen. Jetzt geht es nicht mehr um das Ja oder Nein, sondern um das Wie“. Sein Fraktionskollege Ralf Schepker erinnerte an den hohen Unterhaltungsaufwand, den die Straßen jedes Jahr erforderten, allein die Lessingstraße 14 000 Euro. Den Ausbau nicht gegen den erklärten Willen der Anlieger durchzuziehen, forderte Matthias Kreusel. Er schlug vor, auf einer weiteren Anliegerversammlung die verschiedenen Ausbau-Varianten samt Kosten vorzustellen. Ähnlich sah es Marlies Pape (FDP): Man müsse den Anliegern konkret sagen, was finanziell auf sie zukomme. In die gleiche Kerbe hieb später auch Kurt Bisanz (LBfH).

Jeder, der an einer Wohnstraße wohne, wisse, dass diese einmal ausgebaut werden müsse und er dafür zu zahlen habe, so Schepker. Da die grundsätzliche Entscheidung gefallen sei, gehe es jetzt um die Standards. Beim Klosterweg, so die Einschätzung von Wilfried Siems (CDU) handele es sich um keinen Erstausbau. Die Anlieger hätten vor etwa 30 Jahren schon einmal etwas bezahlt. Deshalb stelle sich die Frage, mit welchem Prozentsatz sie jetzt zur Kasse gebeten werden könnten. „Wir stochern im Nebel“, so Siems.

Bei den Versammlungen hätten die Anlieger keine zufriedenstellenden Anworten bekommen, beklagte Ulrike Janz-Janzen (SPD). Auch Bernd Franck, BUND-Vertreter im Ausschuss und Klosterweg-Anlieger, beklagte „unklare Antworten und keine klare Aussage über die Kosten“. Man müsse den Anliegern einen realisierbaren Vorschlag machen.

Am Ende empfahl der Ausschuss bei einer Enthaltung, mit den Planungen zu beginnen und diese dem Gremium und Anliegern vorzulegen.

Unterhalt der schlechten

Straßen kommt

Gemeinde teuer

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