HUDE Die Sternsinger sammeln Spenden für Kinderhilfsprojekte. Auch viele evangelische Kinder machen mit.

Von Stephan Onnen HUDE - Als „Karawane der Hoffnung“ bezeichnet der Präsident des Kindermissionswerkes, Winfried Pilz, die Sternsinger. Teil dieses Zuges sind 114 Mädchen und Jungen aus der Gemeinde Hude, die am kommenden Sonnabend, 6. Januar, als Caspars, Melchiors und Balthasars in Hude und Wüsting unterwegs sein werden. Die Kinder im Alter von fünf bis 15 Jahren wollen als Heilige Drei Könige verkleidet von Haus zu Haus ziehen, um Spenden für Hilfsprojekte in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa zu sammeln. Gleichzeitig werden sie gute Wünsche und Gottes Segen zum neuen Jahr überbringen und mit Kreide den Spruch „20*C+M+B+07“ an die Türen schreiben. Das Kürzel steht für das lateinische „Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus“.

Zunächst treffen sich übermorgen die Teilnehmer in der katholischen St. Marienkirche an der Breslauer Straße zu einer Aussendungsandacht. Ab 9.30 Uhr machen sie sich dann – begleitet von 41 Erwachsenen – in 25 Gruppen auf den Weg. Organisiert wird die Aktion „Dreikönigssingen“, die durch die Teilnahme vieler evangelischer Kinder längst eine ökumenische Bewegung geworden ist, von Marion Haskamp, Sieglinde Suhr und Maria Janning. Bereits im November war mit den Vorbereitungen begonnen worden.

Bundesweit machen die Sternsinger diesmal mit dem Leitwort „Kinder sagen Ja zur Schöpfung – Tianay ny Haritanan’Atra“ deutlich, dass Kindern überall auf der Welt der Schutz von Natur und Umwelt wichtig ist. Beisspielland der diesjährigen Aktion ist Madagaskar, aus dessen Landessprache die Übersetzung des Leitworts stammt.

In Madagaskar müssen viele Kinder auf die Schule verzichten, um den Eltern bei der Feldarbeit zu helfen. Nicht wenige Mädchen brechen vorzeitig den Schulbesuch ab, um in der Familie die Mutter zu ersetzen. Das Kindermissionswerk und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend finanzieren in Madagaskar aus Mitteln der Aktion verschiedene Bildungsprogramme, in denen die Kinder auch den sorgsamen Umgang mit der Natur lernen.

Seit ihrem Start 1959 hat sich die Aktion Dreikönigssingen zur weltweit größten Solidaritätsaktion entwickelt, bei der sich Kinder für Kinder in Not engagieren. Bei der Sammlung in Hude und Wüsting kamen im vorigen Jahr innerhalb von fünf Stunden 9850,30 Euro zusammen. Auch diesmal hoffen die Sternsinger auf eine freundliche Aufnahme und großzügige Unterstützung.

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