Hude Mit einer klaren Mehrheit der Stimmen von CDU, SPD und FDP hat der Ausschuss für Jugend, Gesellschaft und Soziales am Montag empfohlen, die Sanierung der Mehrzweckhalle am Huder Bach für ein neu aufgelegtes Bundesprogramm zur Förderung anzumelden.

Die Mehrheit sprach sich somit gegen den Vorschlag des Bürgermeisters aus. Dieser hatte sich dagegen ausgesprochen zu diesem Zeitpunkt. Aufgrund der Arbeitsbelastung der Verwaltung durch viele schon angeschobene Großprojekte und wegen der Co-Finanzierung, die den strapazierten Gemeindehaushalt weiter belaste, sei er dagegen, bei diesem Programm den Hut in den Ring zu werfen. Wobei man bei diesem „Pokerspiel“ des Bundes auch nicht wisse, ob Hude überhaupt zum Zuge komme, sagte Lebedinzew.

Zu viele Baustellen

Auf Zustimmung traf der Bürgermeister mit seiner Haltung bei den Grünen. Hilko Finke verwies auf viele Baustellen in der Gemeinde: „Lassen sie uns die Schulen und die Kindergärten machen, das ist unsere Zukunft, das hat Priorität.“ Er erhielt Unterstützung von Ursula Budde (Freie Wähler): „Wir müssen in Hude auch mal zeigen, dass wir etwas fertig kriegen und nicht immer Neues anfangen.“

Wichtig für den Sport

Andreas Otte (CDU) forderte hingegen, zumindest die Bewerbung für die Bundesförderung erst einmal loszuschicken. Das sei kein großer Aufwand. Er betonte die Wichtigkeit der Mehrzweckhalle für Jugend und Sport. Wenn man in drei oder vier Jahren dann ohne Zuschuss die in die Jahre Halle doch sanieren müsse, würde das bei ihm unerträglichen Schmerz verursachen.

„Die Halle ist alt und muss saniert werden“, stellte Jutta Schröder (SPD) ebenfalls fest. Wo blieben die Kinder und Jugendlichen, wenn eines Tages die Halle nicht mehr für den Sport zur Verfügung stünde. Die SPD stimme dafür, zunächst einmal einen Antrag zu stellen und danach weiter zu beraten. Das wünscht sich laut Marlies Pape ebenso die FDP. Auch für sie ist klar, dass die Halle in einigen Jahren umfangreichere Maßnahmen erfordern wird, auch wenn in diesem Jahr erst einmal der Großteil des maroden Daches mit Hilfe eines anderen Förderprogramms saniert wird.

Rat hat das letzte Wort

Das letzte Wort hat der Rat am 24. September. Die Baukosten für die Hallensanierung werden grob auf 4,5 Millionen Euro geschätzt. Bei einer Förderung von zwei Millionen Euro läge der Eigenanteil der Gemeinde bei 2,5 Millionen.

Klaus-Dieter Derke Hude / Redaktion Hude
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