Hude Sie feiern ein stolzes Jubiläum und dürften einer der ältesten Kegelclubs in der Region sein: Die Fidelen Brüder aus Hude blicken auf sieben Jahrzehnte des Bestehens ihres Clubs zurück. Eine Kegelrunde, die schon etwas ganz Besonderes darstellt. Davon sind die zwölf Aktiven überzeugt. Über die vielen gemeinsamen Jahre sei man sich natürlich nahe gekommen. Viele Geburtstage seien zusammen gefeiert worden. Es habe viele fröhliche und und auch traurige gemeinsame Erlebnisse gegeben. „Das schweißt zusammen“, betonen die Fidelen Brüder. Eine muntere und vertraute Runde, die sich regelmäßig trifft.

„Ein Prosit, ein Prosit – auf die Gemütlichkeit“ schallt es einem alle 14 Tage mittwochs aus der Kegelbahn des Gasthauses Burgdorf an der Hohen Straße entgegen, wenn die Fidelen Brüder ihren Kegelabend haben. 1948, nur wenige Jahre nach Kriegsende, wurde der Club ins Leben gerufen.

Bis 1965 war die Klosterschänke das Vereinslokal, danach wechselten die Fidelen Brüder zum Gasthaus Burgdorf. In den 70 Jahren haben sie somit nur einmal die Kegelbahn gewechselt. Und auch sonst zeichnet große Beständigkeit die Männerrunde aus. Stolze 59 Jahre, seit 1959, gehört der 82-jährige Rolf Essmann dem Club an. Er ist der „Kegel-Älteste“.

Aber auch die anderen Kegelbrüder beweisen Ausdauer. Hans-Hermann Seedorf, der amtierende „König“, gehört dem Club seit 44 Jahren an, Dieter Voigt seit 42 Jahren. Gerhard Stukenborg blickt auf 40 Jahre Mitgliedschaft zurück. Siegfried Woehl, der amtierende Kegelvater, wirft seit 38 Jahren die Kugel in dieser Runde. Dieter Böhm ist 30 Jahre dabei, Peter Renken, mit 61 Jahren der Jüngste in der Runde, blickt auf 26 Jahre Mitgliedschaft zurück. Heiko Schütte ist 17 Jahre dabei. Auf 15 Jahre bringt es Helmut Kablau und Jürgen Bobrink auf 14 Jahre. „Neu“ in der Runde sind Norbert Pung mit sieben Jahren und Jürgen Hinrichs mit drei Jahren Mitgliedschaft. Gerne erinnert sich die Runde auch an die in jüngster Zeit leider schon verstorbenen Mitglieder Heinz-Dieter Neumann (+ 2013) und Gerd Segelken (+ 2016).

Die Runde der zwölf Kegelbrüder pflegt feste Rituale. Dazu gehört auch, dass seit 70 Jahren immer der gleiche Schnaps getrunken wird. Nur mit „Doornkaat“ wird angestoßen. Weiterhin sind sich die Kegelbrüder auch in einem anderen Punkt einig, verraten sie verschmitzt: Sie wollen immer eine Männerrunde bleiben, Kegelschwestern seien ausdrücklich unerwünscht.

Klaus-Dieter Derke Hude / Redaktion Hude
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.