HUDE Ratsherr Michael Grashorn (Grüne) brachte es am Montagabend im Sozialausschuss auf den Punkt: „Die Krise hatte eine reinigende Wirkung.“ Nach der Affäre um finanzielle Unregelmäßigkeiten im Kulturhof und der Kündigung von zwei Jugendpflege-Mitarbeitern war der Ruf der Begegnungsstätte arg ramponiert. Doch die Entscheidung von Bürgermeister Axel Jahnz, die bisherige Präventionsbeauftragte Birgit Lohmann-Liebezeit zur kommissarischen Kulturhof-Leiterin zu machen, erwies sich als Glücksgriff.

Sie hat den Kulturhof inhaltlich und organisatorisch seit Juni 2009 gründlich umgekrempelt – und erhielt dafür im Ausschuss viel Anerkennung: Dank neuer Angebote ist das Haus derzeit sehr gut frequentiert, an den Haupttagen mittwochs bis freitags sind es 50 bis 70 Nutzer. Birgit Lohmann-Liebezeit will ein „Haus für alle Huder“ schaffen – das scheint ihr gelungen zu sein: „Der Kulturhof ist binnen kürzester Zeit zu einem Schmelztiegel für Jung und Alt geworden“, bestätigte Michael Grashorn. Auch FDP-Ratsfrau Marlies Pape sah die Idee von einem „Mehrgenerationenhaus“ ein Stück weit realisiert. Sozialdemokrat Nico Rettcher hob die hervorragende Zusammenarbeit mit der Peter-Ustinov-Schule hervor – als Rektor des Schulzentrums muss er es wissen. Bernhard Wolff (CDU) begrüßte die „guten strukturellen Arbeitsgrundlagen“. Und Bürgermeister Axel Jahnz frohlockte: „Der Kulturhof hat sich ganz offensichtlich sehr zum Positiven verändert.“

Da verwunderte es wenig, dass der Sozialausschuss einstimmig der von Birgit Lohmann-Liebezeit vorgestellten personellen und inhaltlichen Konzeption grünes Licht gab. Das Konzept vereinigt Hausleitung und Präventionsaufgaben in einer 30-Stunden-Stelle, die Lohmann-Liebezeit wahrnimmt. Zu ihrem Team gehören Erzieher Frank Düvel (30 Stunden) Sozialpädagogin Insa Coordes (10 Stunden), Büromitarbeiterin Catrin Crull (20 Stunden als Ein-Euro-Kraft), der ehrenamtliche Jugendpfleger Jörg Kreusel und der Hausmeister (auf 400-Euro-Basis) sowie insgesamt 15 Honorarkräfte. Nicht besetzt ist derzeit die mit 30 Stunden angesetzte Stelle „Jugendpflege/Jugendförderung“. Die Vakanz wird derzeit durch Honorarkräfte aufgefangen, zum Sommer hin wird jedoch eine verlässlichere Regelung durch eine zunächst zeitlich befristet eingestellte Kraft angestrebt.

Stephan Onnen Redakteur / Redaktion Oldenburg
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