Hude Der schlechte Zustand der Hermannstraße bereitet dem Zweckverband Kommunalservice Nordwest, der für die Unterhaltung der Straßen zuständig ist, nach den Worten von Betriebsleiter Dietrich Fischbeck „Sorge“. Daran wird sich auch erst einmal nichts ändern. Entgegen der ursprünglichen Absicht stellte der Ausschuss für Gemeindeentwicklung und Umwelt eine Entscheidung über eine Ausbauvariante in seiner Sitzung am Mittwoch zurück.

Damit reagierte das Gremium auf den Verlauf der Anliegerversammlung, die am Montag stattgefunden hatte. Das Ergebnis fasste Thomas Settelmeier, stellvertretender Leiter des Bauamtes, so zusammen: „Von den Anliegern wird kein Ausbau gewünscht. Die Mehrheit möchte die Straße so belassen und nur mit Unterhaltungsarbeiten ausgebessert wissen.“

Kein Wunder: Denn ein Ausbau ist für die Anwohner beitragspflichtig. Eben die Kosten der in der Versammlung vorgestellten Varianten waren es, die ihnen sauer aufstießen. Die vier Alternativen für den Ausbau der 260 Meter langen Strecke zwischen Blumenstraße und Maibuscher Bäke reichen von 119 000 bis 178  000 Euro. Die günstigste Möglichkeit, die Hans-Rudolf Werner vom Planungsbüro Ingwa präsentierte, beinhaltete die Wiederverwertung des alten Pflastermaterials, wovon Dietrich Fischbeck jedoch eindeutig abriet. In diesem Fall würde die Straße eine Breite von 4,25 Metern erhalten und der Gehweg bis auf die Rinne nicht angetastet werden. Mit dieser Variante konnten sich Teile der Anlieger ebenso wie mit einem verkehrsberuhigten Ausbau (167 000 Euro) noch am ehesten anfreunden. Beim verkehrsberuhigten Ausbau ist eine Fahrbahnbreite von 4,75 Metern geplant, die an mehreren farblich hervorgehobenen Stellen auf 3,50 Meter verengt werden würde. Der Gehweg fällt in dieser Planung weg.

Vertreter aller Fraktionen sprachen sich dafür aus, mit den Anliegern in einem Arbeitskreis nach einem Konsens zu suchen. Für die SPD betonte Ralf Schepker, man halte grundsätzlich an einem Ausbau fest. „Das ,Wie’ und ,Wann’ ist die Frage“, ergänzte Birte Wachtendorf (Grüne). Bernhard Wolff (CDU) warb dafür, den „Blick für alle Möglichkeiten zu öffnen“ und dachte auch an eine „privatwirtschaftliche Lösung“.

Für Bürgermeister Axel Jahnz steht fest, dass ein Ausbau nicht mehr in 2013 stattfindet. Vor Oktober werde es keine Entscheidung geben.

Stephan Onnen Redakteur / Redaktion Oldenburg
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