Holdorf Die deutlich erhöhte Zahl von Nierenkrebsfällen in Holdorf (Landkreis Vechta) hat keine Ursache vor Ort und ist nicht auf toxische Belastung oder Funkantennen zurückzuführen. Zu diesem Schluss kommt ein Untersuchungsbericht des Kreises.

Das Epidemiologische Krebsregister Niedersachsen (EKN) hatte vor einiger Zeit für die Gemeinde Holdorf statistisch auffällig viele neu diagnostizierte Nierenkarzinome festgestellt. Daraufhin lies der Kreis einen Untersuchungsbericht erstellen. Familiäre Veranlagungen, besonders empfänglich machende Krankheitsvorgeschichten, ein Zusammenhang mit Wohnort oder Arbeitsplatz oder ein verstärkter Umgang mit gesundheitsschädlichen Substanzen als gemeinsame Ursache für die Erkrankungen konnten ausgeschlossen werden, heißt es auf Anfrage der NWZ. Vor allem die Vermutung, eine Funkantenne in der Nähe des Holdorfer Bahnhofs sei eine mögliche Ursache, konnte nicht untermauert werden. In zwölf von 13 Fällen handelte es sich um Zufallsbefunde im Zuge einer Vorsorge- bzw. Früherkennungsuntersuchung in einem relativ frühen Erkrankungsstadium.

„Es ist gut, dass wir Gewissheit haben, dass die Häufungen nicht auf toxische Belastungen zurückzuführen sind“, so der Erste Kreisrat Hartmut Heinen. „Die Gewissenhaftigkeit unserer hiesigen Ärzte ist ein gutes Signal an die Bevölkerung, da hierdurch häufig schwere Krebserkrankungen rechtzeitig erkannt werden. Es besonderer Dank gilt daher allen Ärzten vor Ort.“

Das Gesundheitsamt des Landkreises Vechta hat das Epidemiologische Krebsregister angefragt, das Krebsmonitoring auch über die Pilotphase hinaus in der Gemeinde Holdorf fortzuführen. Die Ergebnisse sollen bei der Jahrestagung des EKN im Herbst in Hannover vorgestellt werden.

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Tonia Hysky Redakteurin / Politikredaktion
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